"Ich verstehe, dass Bayern das nicht zum Thema machen will", sagte Hitzlsperger bei ran: "Genauso wie für Jürgen Klopp die Diskussion um Joshua Kimmich angeblich kein Thema ist. Aber Manuel Neuer ist nicht mehr auf dem Zenit seiner Schaffenskraft."
"Als Profi ist man selten in der Lage, sich das einzugestehen und den Weg freizumachen", ergänzte der Vize-Europameister von 2008. Neuer sei "wahrscheinlich der beste 40 Jahre alte Torhüter, den der Fußball je gesehen hat, und niemand will an seinem Denkmal zu kratzen. Es geht aber darum, seinen Nachfolger auf die wichtigen Spiele vorzubereiten."
Dieser Nachfolger heißt Jonas Urbig, er hat Neuer in dieser Saison schon dreimal vertreten. Laut Hitzlsperger müsse der 23-Jährige so schnell wie möglich noch mehr Verantwortung übernehmen. "Je früher das passiert, desto besser für den Klub." Die Diskussionen um Neuer seien daher absolut "zulässig".
Ein Fehler wie jener von Neuer kürzlich im Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg (2:2) sei "kein Problem, ein Patzer wie vergangene Saison im Viertelfinal- Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid dagegen kann weitreichendere Folgen haben", gab Hitzlsperger zu bedenken.

