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FBL-ESP-LIGA-BARCELONA-RACINGAFP

Es geht um Julian Alvarez: Barca-Star Raphinha geht auf Atletico Madrid los

Raphinha vom FC Barcelona zeigt keinerlei Verständnis für das Beharren von Atletico Madrid auf einen Verbleib von Julian Alvarez.

Die Katalanen hatten sich im Sommer intensiv um die Dienste des argentinischen Stürmers bemüht, bissen sich jedoch an Atletico die Zähne aus. Nun solidarisierte sich Raphinha mit Alvarez. "Ich verstehe nicht, was Atletico da gemacht hat", sagte er gegenüber spanischen Medien und betonte: "Wenn sich ein Spieler in einer Rolle nicht wohlfühlt – und ich spreche aus eigener Erfahrung –, ist es sehr schwierig, dass es funktioniert. Er hat deutlich gemacht, dass er den Verein verlassen wollte."

Alvarez pochte im Sommer vehement auf eine Zusammenarbeit mit Barca und trat Gerüchten zufolge sogar in den Streik. Eine Freigabe bekam er allerdings nicht. "Die Chance, dass wir ihn an Barca verkaufen, liegt bei null Prozent. In diesem Fall geht es nicht um Geld, sondern um Würde. Es wurde eine Kampagne gestartet mit Lügen und Halbwahrheiten. Und einzig Atletico muss den Preis dafür zahlen", hatte ein Offizieller Atleticos wenige Tage vor Transferschluss gegenüber der Marca erklärt.

Dabei sollen ihm Atleticos Bosse zugesagt haben, im Sommer wechseln zu dürfen, sollte ein Verein bis zum 20. Juni ein Angebot mit einer Ablöse von 150 Millionen Euro abgeben, nachdem Alvarez im Frühjahr eine Vertragsverlängerung ausgeschlagen haben soll. Dies ist aber angeblich nie passiert. Stattdessen umwarb Barca den amtierenden Vize-Weltmeister öffentlich und versuchte, über dessen Berater Hidalgo Druck auf Atletico auszuüben. Alvarez erklärte während der WM in den USA, Kanada und Mexiko, dass ein Wechsel für ihn und auch für Atletico die beste Option sei.

Julian AlvarezGetty Images

Wen hat Barca anstelle von Julian Alvarez verpflichtet?

Atletico verlangte derweil beharrlich 500 Millionen Euro. Die Summe, die in Alvarez' noch bis 2030 laufenden Vertrag als festgeschriebene Ablösesumme verankert ist. Ein Transfer kam letztlich nicht zustande, obwohl zum Schluss sogar die beiden Premier-League-Giganten Manchester City und der FC Arsenal in den Poker eingestiegen waren. Barca verpflichtet stattessen Gabriel Jesus von den Gunners.

Alvarez soll nun angeblich mit dem Gedanken spielen, sich nach den Ereignissen von seinem bisherigen Berater Fernando Hidalgo zu trennen und stattdessen bei der Agentur von Ex-Spieler Javier Pastore, die unter anderem auch ManCitys Sommer-Neuzugang Enzo Fernandez vertritt, anzuheuern. Gut möglich, dass er bei einem Beraterwechsel bereits im Winter einen neuen Versuch unternehmen wird, Atletico den Rücken zu kehren.

Im Sturmzentrum setzte Trainer Hansi Flick beim fulminanten Saisonstart Barcas bislang allen voran auf Raphinha. Der gelernte Flügelspieler war im Sommer 2022 für 58 Millionen Euro von Leeds United nach Barcelona gewechselt, nachdem er zuvor eine Vertragsverlängerung abgelehnt hatte. Die letztliche Trennung von dem englischen Klub folgte jedoch nicht auf einen Streik oder Ähnliches.

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