Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart ist in diesen Tagen in aller Munde. Kevin Kuranyi prophezeite dem Verteidiger nun eine große Zukunft.
"Finn Jeltsch ist ein sehr talentierter Spieler, der sich beim VfB durchgesetzt hat, der unglaubliche Leistungen gezeigt hat, der sehr viel Schnelligkeit mitbringt. Er kann es zum Stammspieler bei der A-Nationalmannschaft schaffen. Er ist noch nicht am Limit", sagte der frühere VfB-Stürmer im Interview mit Sky und betonte: "Er wird in Zukunft hundertprozentig bei einem Top-Verein in Europa spielen."
Jeltsch besitzt einen Vertrag bis 2030 bei den Schwaben. Eine Ausstiegsklausel gibt es dem Vernehmen nach nicht. Dementsprechend dürfte die Kasse der Stuttgarter bei einem Verkauf klingeln, sofern die Entwicklungskurve bei dem erst 20-Jährigen weiter nach oben zeigt. Für eine Marktwert-Steigerung würde auch ein Debüt in der Nationalmannschaft sorgen.
Bundestrainer Jürgen Klopp hatte ihn für die anstehenden Nations-League-Begegnungen gegen Serbien am 1. Oktober sowie in Griechenland am 4. Oktober erstmals in den DFB-Kader berufen. Bei dessen Debüt gegen die Niederlande wird Jeltsch nicht mit von der Partie sein, da er dem zweiten Kader angehört.
Warum nominierte Jürgen Klopp Finn Jeltsch?
"Unter den Spielern, die mir jetzt nicht sofort geläufig waren, war Finn der erste, der mir aufgefallen ist", sagte Klopp bei seiner vielbeachteten ersten Kader-Nominierung über den VfB-Youngster. "Weil du guckst auf die Statistik und denkst: Alter, Einsätze, hä? Was ist das denn? Und dann guckt man ein bisschen genauer hin und stellt fest: außergewöhnlicher Verteidiger, der es sehr gut macht, eine außergewöhnliche Athletik hat und kicken kann."
Aufgrund von Jeltschs Gesamtpaket hatte es in der jüngeren Vergangenheit bereits lose Gerüchte über ein Interesse von Topklubs gegeben, darunter angeblich auch vom FC Bayern München, Liverpool und Arsenal. Konkrete Anfragen liegen dem VfB nach Informationen der Bild-Zeitung jedoch nicht vor.
Getty ImagesWas hat Finn Jeltsch schon erreicht?
Jeltsch war Anfang 2025 für 9,5 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg an den Neckar gewechselt. Sollte der gelernte Innenverteidiger, der auch schon auf der rechten Abwehrseite und im defensiven Mittelfeld agierte, tatsächlich sein Debüt im DFB-Team feiern, fließt laut der Bild-Zeitung eine weitere Zahlung an den Club. Die Rede ist von einem Betrag im niedrigen sechsstelligen Bereich.
Bereits im Nachwuchsbereich feierte Jeltsch große Erfolge und krönte sich mit der deutschen Junioren-Auswahl zum U17-Welt- und Europameister. 2025 gewann er obendrein die renommierte Fritz-Walter-Medaille in Gold - vor Said El Mala vom 1. FC Köln.
Beim VfB gehört Jeltsch indes zur Stammbesetzung. Trainer Sebastian Hoeneß ließ ihn in allen sechs Pflichtspielen der neuen Saison von Beginn an ran. Insgesamt lief er bereits 57-mal für die Stuttgarter auf.




