Während Sportvorstand Max Eberl ein neuer Vertrag winkt, ist die Zukunft von Christoph Freund noch ungeklärt. Bezüglich der Zusammenarbeit des Duos soll es weiterhin Zweifel in der Führungsetage des FC Bayern München geben.
Einem Bericht des kicker zufolge muss zunächst eine entscheidende Frage geklärt werden, ehe der Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters grünes Licht bei Eberl und Freund geben könne. Demnach seien die Differenzen zwischen beiden noch immer nicht abgelegt, über die das Fachmagazin bereits im April berichtet hatte. Damals war unter anderem von einer "Zwangsehe" die Rede.
Die Sport Bild hatte unlängst vermeldet, dass Eberl unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung stehen würde. Im Raum steht ein neues Arbeitspapier bis 2029.
Bei Freund, dessen aktueller Kontrakt ebenfalls noch bis 2027 läuft, stünde hingegen noch eine Entscheidung aus. Diese obliegt nicht dem mächtigen Gremium um Ehrenpräsident Uli Hoeneß, sondern dem Vorstand. Grundsätzlich herrsche aber große Zufriedenheit mit der Arbeit des Österreichers.
FC Bayern München: Wann wird über die Zukunft von Max Eberl und Christoph Freund enstchieden?
Offiziell abgesegnet werden soll der Prozess bei der Aufsichtsratssitzung am 25. August. Die angeblichen Unstimmigkeiten zwischen Freund und Eberl würde die Münchner Führungsetage allerdings in verschiedene Lager spalten. Der FC Bayern ist sich laut kicker darüber bewusst, dass "Unruhe in dieser Konstellation keinesfalls ausgeschlossen" sei.
Deshalb wird sich Freund voraussichtlich noch etwas gedulden müssen, spekuliert der kicker. Der 49-Jährige selbst hatte den brisanten Bericht über seine vermeintlich angespannte Beziehung zu Eberl bereits wenige Tage später dementiert. "Das hat mich auch verwundert", sagte er auf einer Pressekonferenz und betonte: "Es macht Spaß, zusammenzuarbeiten. Es ist wichtig, wie es intern funktioniert und da funktioniert es sehr, sehr gut."
Rund um die Zukunft von Eberl, der im März 2025 die Nachfolge von Hasan Salihamidzic angetreten hatte, fand in den vergangenen Monaten ein Wandel statt. Am Rande des DFB-Pokal-Finals im Mai hatte Hoeneß die Chancen auf einen Verbleib im Spiegel-Interview noch mit "60:40" angegeben. Während des Trainingslagers in Rottach-Egern bezifferte er sie dann "auf 100" Prozent. Auch Vereinspräsident Herbert Hainer hatte sich vor Kurzem positiv in der Angelegenheit geäußert.
Getty ImagesFC Bayern München: Was ist die Aufgabe von Christoph Freund?
Wie die Sport Bild berichtete, liegt das neu gewonnene Vertrauen vor allem an Eberls Auftreten in den vergangenen Wochen. Der 52-Jährige soll verstärkt die Nähe zu Hoeneß und Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge gesucht haben. Einen regelmäßigen Austausch hätten beide Klubgrößen zuvor vermisst.
Außerdem wurde positiv zur Kenntnis genommen, dass Eberl im Vorfeld der Verpflichtungen von Ismael Saibari (55 Millionen Euro von der PSV Eindhoven) und Nathaniel Brown (50 Millionen Euro plus Boni von Eintracht Frankfurt) gute Vorarbeit geleistet habe. Die Deals seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.
Freund nimmt neben der Kaderplanung indes besonders in der Nachwuchsarbeit eine zunehmend wichtige Rolle ein. Die Heranführung der Campus-Talente an die Profis hatte sich allen voran in der abgelaufenen Spielzeit bemerkbar gemacht, in der zahlreiche Youngster ihr Debüt unter Trainer Vincent Kompany gefeiert hatten.


