Aymeric Laporte: Das ist Manchester Citys 65-Millionen-Mann

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Aymeric Laporte heißt der jüngste Coup von Pep Guardiola. Der 23-Jährige kostet Manchester City eine ganze Stange Geld. Ein Porträt.


AYMERIC LAPORTE IM PORTRÄT

Nun herrscht endlich Gewissheit: Aymeric Laporte wechselt zu Manchester City. Am Montagnachmittag bestätigte sein Ex-Klub Athletic Bilbao, dass die Ausstiegsklausel bezahlt wurde. Einen Tag später machten auch auch die Citizens den Deal offiziell, Pep Guardiola bekommt somit seinen Wunschspieler für die Defensive. 

Wer aber ist der Franzose, der in der Vergangenheit bereits so oft von Top-Klubs umworben wurde, den Basken dennoch stets die Treue hielt? Goal stellt den 23-Jährigen vor, der den Citizens immerhin 65 Millionen Euro wert ist. 

Laporte erinnert an Mats Hummels

Als 15-Jähriger wechselte der Franzose, der in seinem Heimatland nie für eine Nachwuchsmannschaft eines Profi-Klubs spielte, von SU Agen zu Aviron Bayonnais - einem Klub aus dem Baskenland, dazu Kooperationspartner Athletics. Schon ein Jahr später schlug Bilbao daher zu. Und Laporte entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem der größten Innenverteidiger-Talente Europas.

Steckbrief  | Aymeric Laporte (Athletic Bilbao)



Aymeric Laporte Athletic Club

 

Alter: 23 Jahre

Stärken: Spielaufbau, taktisches Verständnis

Schwächen: Fehlende Erfahrung auf Top-Niveau

Position: Innenverteidigung

Größter Erfolg: Platz vier mit Bilbao (203/14)

Mittlerweile hat er das 23. Lebensjahr beinahe vollendet, spielt seine fünfte Saison als absoluter Stammspieler des aktuellen Tabellen-Zwölften der Primera Division. Sehr modern interpretiert der Linksfuß seine Position im Deckungszentrum. Seine Eleganz und erstaunliche Ruhe am Ball, sein hervorragendes Pass- und Aufbauspiel sowie die ausgeprägte Antizipationsgabe im Stellungsspiel erinnern er an die Qualitäten eines Mats Hummels. Dazu besticht er dank einer Körpergröße von 1,91 Meter mit starkem Kopfballspiel, ist im Luftzweikampf nur schwer zu überwinden.

Laporte mit Wadenbeinbruch

Dass er in der laufenden Saison so stabil auftritt, war lange so nicht absehbar. Schließlich schlug das Schicksal gnadenlos zu, nachdem sich Laporte als blutjunger Spieler in den Fokus diverser Top-Klubs gespielt hatte. Manchester City, Manchester United, auch der FC Bayern sollen bereits vorgefühlt haben. Vom Interesse des deutschen Rekordmeisters berichtete der kicker im Jahr 2014

Dann aber der eigene Körper, der einen frühen Wechsel zunichte machte, nachdem Laporte selbst zunächst lange gezögert hatte. Im Frühjahr 2016 brach er sich das Wadenbein, fiel knapp 100 Tage aus. In der Saison 2016/17 hatte er lange mit Formschwankungen zu kämpfen. Nun aber hat er sich zurückgekämpft - und Pep Guardiola zögerte keine Sekunde. Im Gegenteil: Für rund 65 Millionen Euro sichert sich City die Dienste Laportes.

Laporte und Stones als Duo der Zukunft

Spielintelligenz, ausgefeilte technische Fähigkeiten und feines taktisches Gespür prädestinieren Laporte, Citys Innenverteidigung zu verstärken. Überdies ist er aufgrund seiner Jugend entwicklungsfähig - und als Linksfuß eine Top-Ergänzung zu Nicolas Otamendi und John Stones (beide Rechtsfuß). 

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Es ist hin bekannt, dass Guardiola im Spielaufbau halblinks im Abwehrzentrum einen Linksfuß präferiert. Und genau den bekommt er nun mit Laporte. Stones ist ebenfalls 23 Jahre alt - er soll mit dem französischen U21-Nationalspieler nun auf Jahre ein Top-Gespann bilden. Ein spielstärkeres Duo ist in Europa nur bei ganz wenigen Klubs zu finden. 

Teil der teuersten Abwehr der Geschichte

Er ist indes ein weiteres Puzzleteil der teuersten Defensive der Fußball-Historie. Schließlich kosteten auch Stones (55,6 Millionen Euro), Kyle Walker (51 Millionen Euro), Benjamin Mendy (57,5 Millionen Euro) und Danilo (30 Millionen Euro) große Summen. 

Bei aller Kritik an Guardiolas Ausgaben scheinen sich seine Investitionen auszuzahlen. City ist mit großem Abstand Erster der Premier League und ist auch in der Champions League sowie im Pokal auf Kurs. Mit Laporte ist man defensiv nun noch breiter aufgestellt. Neben Stones, Otamendi und dem derzeit verletzten Kapitän Vincent Kompany soll er der Vierte im Bunde sein, der allerhöchsten Ansprüchen genügt. 

Für Laporte soll City gleichermaßen Sprungbrett für Weltklasse-Niveau als auch die französische Nationalmannschaft sein. Dort werden ihm aktuell Samuel Umtiti (FC Barcelona), Raphael Varane (Real Madrid), Presnel Kimpembe (PSG) und Laurent Koscielny vorgezogen. 


Die wichtigsten Infos zum Laporte-Deal im Überblick
  • Aymeric Laporte wechselt für rund 65 Millionen Euro von Athletic Bilbao zu Manchester City.
  • Er gilt als Wunschspieler von Pep Guardiola und soll als Linksfuß die Breite in der City-Defensive vergrößern.
  • Bisher wurde er für die französische Nationalmannschaft nicht berücksichtigt und kam lediglich in der U21 zum Einsatz. Das soll sich durch den Wechsel ändern.
  • Laporte ist bei City nun Teil der teuersten Defensive der Geschichte. Auch Stones, Walker, Mendy und Danilo waren immens teuer.  

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