Nach dem 0:3 gegen Lazio Rom wird in Italien über eine Ablösung von Trainer Luciano Spalletti bei Juventus diskutiert. Sind auch die Tage des kriselnden deutschen Stürmers Nick Woltemade bei Juventus und in der Serie A bald gezählt? Die aktuelle Situation von Stürmer Nick Woltemade bei Juventus Turin erinnert Rekordnationalspieler Lothar Matthäus stark an einen anderen deutschen Stürmer. "Die Situation bei ihm ist ähnlich, wie sie bei Niclas Füllkrug war. Der ist nach England gegangen, hat nicht geklappt. Dann nach Italien, auch nicht – und dann? Geht es zurück nach Deutschland?", fragte Matthäus sich selbst bei einem Termin seines Partners Interwetten.
Tatsächlich ist Niclas Füllkrug nach erfolglosen Stationen bei West Ham United und der AC Milan zuletzt bei Werder Bremen wieder aufgeblüht. Mit sechs Treffern führt der 33-Jährige aktuell die Torschützenliste der Bundesliga an, Matthäus gehört zu den Experten, die Bundestrainer Jürgen Klopp raten, Füllkrug wieder für die DFB-Elf zu nominieren, zumindest auf dem Weg zur Europameisterschaft 2028. In der Rangliste der deutschen Stürmer sieht er Füllkrug aktuell sogar auf Platz zwei hinter Arsenals Kai Havertz und vor dem Deutsch-Italiener Nicolo Tresoldi vom FC Brügge.
Und Woltemade? Der rangiert nach einem bislang komplett enttäuschenden Jahr 2026 dahinter, als er erst bei Newcastle United ins Hintertreffen geriet, dann eine enttäuschende WM erlebte und nun auch bei seinem Leihklub Juventus ganz weit entfernt von einem Stammplatz unter Trainer Luciano Spalletti ist und in der Serie A nur auf fünf Einwechslungen und null Tore kommt. Beim jüngsten 0:3 gegen Lazio Rom ging Woltemade mit dem Rest der Mannschaft unter, vergab erneut eine Großchance.
"Dann muss Woltemade mit seinen Gehaltsvorstellungen runtergehen"
Ein Wechsel zurück in die Bundesliga erscheint als logischer Ausweg, doch Matthäus sieht hierbei auch finanzielle Hürden für den Stürmer. "Ich nicht weiß, ob jetzt jemand für ihn 60 Millionen Euro zahlt", sagte er. Im Sommer 2025 war er Newcastle United sogar 75 Millionen Euro wert gewesen. Erst bei dieser Summe war Woltemades vorheriger Verein VfB Stuttgart schwach geworden, zuvor hatte der VfB mehrere Angebote des FC Bayern München abgelehnt.
Bayern hat in der Offensive aktuell eher keinen Bedarf, bei anderen Bundesligaklubs könnte dies auch im Winter schon anders aussehen. Doch die Hürden selbst für eine neuerliche Leihe wären angesichts von Woltemades üppigem Premier-League-Gehalt recht hoch.
"Die Frage ist, ob sich ein deutscher Verein ihn noch leisten kann. Wenn ein Bundesligist großen Bedarf hat, dann wird er vielleicht mal anklingeln. Aber eines ist klar: Dann muss Woltemade mit seinen Gehaltsvorstellungen runtergehen“, sagte Matthäus und ergänzte: "Bei Füllkrug hat es sich gelohnt, auf Geld zu verzichten. Er lächelt jetzt wieder in Bremen. Da sieht man, dass Geld nicht das Wichtigste sein darf. Er ist jetzt wieder glücklich. Er hat nie mehr die Liebe und Zuneigung gespürt wie in Bremen.“



