Davies, bis dahin absoluter Stammspieler in München, zog sich kurz nach seiner kostspieligen Unterschrift einen Kreuzbandriss zu und schleppte sich anschließend von Muskelverletzung zu Muskelverletzung. Bei seiner Heim-WM verpasste er das Auftaktspiel und ist auch für die beiden weiteren Gruppenspiele fraglich. Der Rekordmeister bemüht sich in Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt mittlerweile intensiv um einen Nachfolger für Davies. Kostenpunkt: Mindestens 60 Millionen Euro.
Im Gegensatz zu Davies ist Olise aber über jeden Zweifel beim FC Bayern erhaben. Das belegen nicht nur die öffentlich ausgesprochenen Verkaufsverboten von Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Seit seiner Ankunft in München verbuchte er in 107 Pflichtspielen 42 Tore und 54 Torvorlagen. Auch in der französischen Nationalmannschaft ist er längst unverzichtbar, was er noch einmal beim WM-Auftakt gegen Senegal mit seinem traumhaften Assis auf Kylian Mbappes 1:0 untermauerte.
Dass Olise einen Wechsel weg vom FC Bayern benötigt, um weiter auf sich aufmerksam zu machen und sich weiter zu entwickeln, schließt Frankreichs scheidender Nationaltrainer Didier Deschamps aber aus. "Er wird weiter sehr gut sein, wenn er beim FC Bayern bleibt", sagte Deschamps der Sport Bild.
"Trainer Vincent Kompany hat einen sehr großen Anteil daran, dass Michael einen so großen Aufstieg hatte. Er hat unter ihm eine hervorragende Saison gespielt, mit Effizienz, Charakter und Persönlichkeit", meinte der Coach der Equipe Tricolore. "Michael Olise hat eine unglaubliche Entwicklung genommen", fasste er zusammen.