"Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen", sagte Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport bei RB. Es seien "inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben erforderlich."
Zuletzt hatte der kicker von inhaltlichen Bedenken und vermeintlich fragwürdiger Kommunikation berichtet. Werners Verhältnis zu Klopp soll merklich abgekühlt gewesen sein. Klopp, derzeit als TV-Experte bei der WM in den USA unterwegs, äußerte sich knapp wie kryptisch. "Ole hat einen Klassejob gemacht, wir haben uns für die Champions League qualifiziert. Aber wir müssen auch nach vorne schauen", sagte er.
Werner hatte das Team am 1. Juli 2025 übernommen, einen XXL-Umbruch nach den Abgängen der Topscorer Xavi Simons, Benjamin Sesko und Lois Openda geleitet und war nach einer der punktbesten Bundesliga-Spielzeiten mit den Sachsen in die Champions League zurückgekehrt.
Allerdings führten konträre Ansichten laut Sport Bild über die fußballerische Ausrichtung der Sachsen zum finalen Bruch zwischen Trainer und Head of Global Soccer. Klopp, der im vergangenen Sommer intern noch höchstselbst für eine Verpflichtung Werners plädiert hatte, stieß beim ehemaligen Bremer Coach offenbar auf unerwarteten Widerstand.