Julian BrandtGetty Images

Interne Diskussionen beim BVB: War der ablösefreier Abgang von Julian Brandt ein Fehler?

Wie aus dem Podcast 'Auffe Süd' von Sky hervorgeht, gibt es innerhalb des Klubs mittlerweile Stimmen, die die Trennung vom 30-jährigen Mittelfeldspieler hinterfragen würden.

  • Demnach hätten sich einige Dortmunder Verantwortliche die Frage gestellt, ob es nicht doch richtig gewesen wäre, Brandt einen neuen Vertrag anzubieten und mit ihm über den Sommer hinaus weiterzumachen. Genauere Hintergründe werden gleichwohl nicht beleuchtet, es geht wohl aber auch darum, dass der BVB nun erstmal einen Brandt-Nachfolger finden muss. Die Suche nach ihm dauert nach wie vor an, könnte aber in der Verpflichtung von Konstantinos Karetsas (KRC Genk) zeitnah ihr Ende finden.

    Brandts Arbeitspapier bei den Schwarzgelben war am 30. Juni 2026 ausgelaufen, nachdem sich er selbst und der Verein bereits im Frühjahr darauf verständigt hatten, die gemeinsame Zusammenarbeit nach sieben gemeinsamen Jahren zu beenden. Seit dem 1. Juli ist der 30-Jährige vereinslos und dementsprechend auch ablösefrei zu haben.

  • Werbung
  • BrandtGetty Images

    Bleibt Julian Brandt in der Bundesliga?

    Wie es mit dem 48-fachen deutschen Nationalspieler (drei Tore) weitergeht, ist noch völlig unklar. Diverse Bundesliga-Klubs sollen ihr Interesse angemeldet haben, ein Verbleib in Deutschland ist aber eher unwahrscheinlich.

    Zum einen sollen die sportliche Komponente sowie die gleichzeitigen finanziellen Forderungen des offensiven Mittelfeldspielers die Auswahl an Klubs im deutschen Oberhaus deutlich eingrenzen. Werder Bremen galt immer wieder als heißer Kandidat, der finanzielle Spielraum der Norddeutschen gestaltet einen Transfer jedoch schwierig. Zum anderen präferiert Brandt selbst wohl eher einen Wechsel ins Ausland, um im Herbst seiner Karriere noch einmal etwas völlig Neues kennenzulernen.

  • Julian BrandtGetty

    Internationale Klubs zeigen Interesse an Julian Brandt

    Dabei gab es in den vergangenen Wochen und Monaten zuhauf Vereine, die mit dem 30-Jährigen in Verbindung gebracht wurden. Aus Spanien soll sich Atletico Madrid nach ihm erkundigt haben, das Interesse scheint mittlerweile jedoch abgekühlt. Vergangene Woche warf dann Betis Sevilla den Hut in den Ring, konkreter wurde es seither allerdings auch hier nicht.

    Aus den Niederlanden gab es Gerüchte, dass sich Ajax Amsterdam mit dem dortigen Technischen Direktor Jordi Cruyff durchaus vorstellen könne, Brandt unter Vertrag zu nehmen, aus Italien wagte zudem die AS Roma einen vermeintlichen Vorstoß.

    Mit Daniel Farke soll auch ein ehemaliger U23-Trainer des BVB soll ein Auge auf den 48-maligen deutschen Nationalspieler geworfen haben. Dieser wolle englischen Medienberichten zufolge Brandt zu Leeds United lotsen.

    Für den BVB erzielte der 30-Jährige in insgesamt 307 Pflichtspielen 57 Tore und bereitete 70 Treffer vor. Am Ende gewann er mit dem Pokalsieg 2021 jedoch "nur" einen großen Titel mit den Schwarzgelben. Im Finale der Champions League 2024 gegen Real Madrid und am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2022/23 blieb Brandt die ultimative Titel-Krönung mit Dortmund jeweils verwehrt.

  • HAT IHNEN DIESE STORY GEFALLEN?

    Fügen Sie GOAL.com als bevorzugte Quelle bei Google hinzu, um mehr von uns zu lesen

    GOAL bei Google bevorzugen

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.