Jose Mourinho ist seit Donnerstag wieder offiziell Trainer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid. Der Transfer seines portugiesischen Landsmanns Bernardo Silva befindet sich auf der Zielgeraden und das nächste Objekt der Begierde ist schon gefunden.
AFPFür Real Madrids Problemzone im zentralen Mittelfeld: Jose Mourinho will angeblich einen absoluten Superstar holen

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The Athletic berichtet, dass Mourinho sich für das lahmende Mittelfeldzentrum der Blancos die Verpflichtung des argentinischen Weltmeisters Enzo Fernandez vom FC Chelsea wünsche. Dessen Name stehe nun auf der Liste möglicher Neuzugänge.
Ursprünglich habe es auch Gedankenspiele um die beiden PSG-Spielgestalter Joao Neves und Vitinha gegeben. Beide wurden von ihrem Klub allerdings für unverkäuflich erklärt und auch ihr Berater Jorge Mendes, der im Übrigen auch Mourinho und Silva vertritt, erklärte in dieser Woche, dass bei beiden keine Chance auf einen Wechsel zur kommenden Saison bestehe.
Bei Fernandez könnte das schon anders aussehen. Die BBC berichtete Ende Mai, der Vizekapitän arbeite daran, den Klubweltmeister in diesem Sommer zu verlassen. Weiter hieß es, die Bosse des Premier-League-Klubs seien vom Wechselwunsch ihre Mittelfeldstars unterrichtet und forderten eine Ablöse in Höhe von umgerechnet 140 Millionen Euro. Fernandez steht in London noch bis 2032 unter Vertrag.
GettyChelsea will Enzo Fernandez grundsätzlich halten
Dass Fernandez einen Tapetenwechsel im Sommer anstrebt, kommt nach den Vorkommnissen der letzten Monate nicht überraschend. Anfang April suspendierte Chelsea ihn, weil er nach dem krachenden Ausscheiden in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (2:5, 0:3) seine Zukunft offen ließ. In einem Gespräch in argentinischen Medien betonte er einige Tage später, dass er gerne in Madrid leben wolle, sollte er London verlassen, da es ihn an Buenos Aires erinnere.
Der damalige Chelsea-Coach Liam Rosenior begründete: "Es ist enttäuschend, dass Enzo so spricht. Ich habe nichts Schlechtes über ihn zu sagen, aber es wurde eine Grenze überschritten in Bezug auf unsere Kultur und das, was wir aufbauen wollen."
Fernandez' Berater Javier Pastore brachte dies auf die Palme. Der Ex-Profi wetterte bei The Athletic: "Die Strafe ist völlig unfair – den Spieler für zwei Spiele zu sperren, die zudem für Chelsea absolut entscheidend sind, da es um die Qualifikation für die Champions League geht und er einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft ist." Und weiter: "Ich halte das angesichts der aktuellen Situation von Chelsea für viel zu hart, und es gibt keinen wirklichen Grund oder keine Rechtfertigung dafür, warum er gesperrt wurde."
Zwar kehrte Fernandez später in den Kader der Blues zurück, das schwache Abschneiden in der abgelaufenen Saison konnte aber auch er nicht verhindern. Chelsea landete im englischen Oberhaus in der Endabrechnung auf einem enttäuschenden zehnten Rang und verpasste damit die Teilnahme am Europapokal. Auch deshalb arbeitet Pastore nun an einem Wechsel seines Klienten. Laut BBC will der Klub des neuen Cheftrainers Xabi Alonso den Mittelfeldmann grundsätzlich halten. Sollte jedoch ein interessierter Verein eine Ablöse in der genannten Region bieten, werde ein Verkauf in Betracht gezogen.
Enzo Fernandez spielt seit Anfang 2023 für den FC Chelsea
Auffällig in diesem Zusammenhang: Nach der 1:2-Niederlage gegen Aufsteiger AFC Sunderland am letzten Spieltag winkte Fernandez den Chelsea-Anhängern lange alleine zu. Eine Aktion, die bei Social Media von vielen Fans als Geste des Abschieds gewertet wurde.
Fernandez wechselte nach dem Gewinn der WM in Katar und langem Transfertheater Anfang 2023 für 121 Millionen Euro Ablöse von Benfica an die Stamford Bridge. Damit ist er der teuerste Neuzugang der Chelsea-Geschichte.
In der vergangenen Saison absolvierte Fernandez 54 Partien für die Blues, in denen ihm 15 Tore und sieben Vorlagen gelangen. Bei der WM im Sommer steht der 40-malige Nationalspieler erneut im Kader Argentiniens.
Sollte es zu einem Fernandez-Wechsel nach Madrid kommen, träfe er dort in Reals Mittelfeld aller Voraussicht nach auf Bernardo Silva. Dessen Vertrag bei Manchester City läuft aus und er verlässt die Skyblues. Zunächst galt der FC Barcelona als wahrscheinliches Ziel, kurz danach soll er sich mit Atletico auf einen Wechsel verständigt haben. Laut Marca war gar für Donnerstag die Vertragsunterzeichnung vorgesehen, ehe Silva den Deal platzen ließ. Angeblich habe die Nachricht vom Real-Interesse ihn zum Umdenken bewegt und er stehe nun unmittelbar vor einem ablösefreien Transfer zum LaLiga-Vizemeister.
Die Rekordtransfers von Real Madrid:
Spieler Position Verpflichtet von Jahr Ablöse Jude Bellingham Mittelfeld Borussia Dortmund 2023 127 Millionen Euro Eden Hazard Mittelfeld FC Chelsea 2019 120,8 Millionen Euro Gareth Bale Angriff Tottenham Hotspur 2013 101 Millionen Euro Cristiano Ronaldo Angriff Manchester United 2009 94 Millionen Euro Aurelien Tchouameni Mittelfeld AS Monaco 2022 80 Millionen Euro Zinedine Zidane Mittelfeld Juventus 2001 77,5 Millionen Euro James Rodriguez Mittelfeld AS Monaco 2014 75 Millionen Euro Kaka Mittelfeld AC Mailand 2009 67 Millionen Euro Luka Jovic Angriff Eintracht Frankfurt 2019 63 Millionen Euro Dean Huijsen Abwehr AFC Bournemouth 2024 62,5 Millionen Euro
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