Als mögliche neue Cheftrainer des spanischen Rekordmeisters wurden in den vergangenen Wochen und Monaten unter anderem Jürgen Klopp (58) und Didier Deschamps (57) gehandelt, von beiden sollen Reals Bosse um den mächtigen Präsidenten Florentino Perez jedoch negative Signale bekommen haben.
Getty ImagesFlorentino Perez plant ein Treffen: Bei Real Madrid soll sich ein Trainerhammer anbahnen
Klopp hatte bereits mehrfach öffentlich erklärt, mit seinem Job als Head of Global Soccer bei Red Bull happy zu sein. Die As schreibt nun, dass der angebliche Wunschkandidat von Perez nicht zur Verfügung stehe. Der ehemalige Liverpool-Coach liebäugele im Falle eines Abschieds vom österreichischen Brausehersteller mit dem Posten des deutschen Nationaltrainers.
Auch Deschamps, der Frankreichs Verband nach der Weltmeisterschaft im Sommer nach 14 Jahren verlassen wird, hat angeblich kein Interesse an einem Wechsel ins Bernabeu. Dies habe das Umfeld des Ex-Profis laut L'Equipe bereits Richtung Madrid kommuniziert.
Getty ImagesJose Mourinho steht bei Benfica bis 2027 unter Vertrag
Chancen werden nun vor allem noch US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino (54) und Jose Mourinho (63) von Benfica Lissabon zugerechnet. Letzterer arbeitete bereits zwischen 2010 und 2013 bei den Blancos und soll nach wie vor ein gutes Verhältnis zu Perez pflegen. Während seiner Zeit in Madrid gelang es ihm unter anderem, die Dominanz des FC Barcelona zu brechen, wenngleich der ersehnte Triumph in der Königsklasse ausblieb. Laut Record soll Perez ein Treffen mit seinem Ex-Trainer planen.
Mourinho, der vor wenigen Tagen auch bei Newcastle United im Gespräch war, übernahm Benfica im September 2025 und sein Vertrag läuft noch bis 2027. Im Vorfeld des Derbys gegen Sporting an diesem Wochenende ließ The Special One seine Zukunft offen. Gefragt, ob er auch in der Saison 2026/27 Trainer des portugiesischen Rekordmeisters sein werde, sagte er: "Das kann ich nicht sagen. Wie kann ich solch eine Sache bestätigen? Das hängt doch nicht nur von mir ab."
Und weiter: "Ein Trainer ist in der Struktur eines Vereins eingebunden. Genauso wie alle anderen Mitarbeiter oder ein Journalist in einer Redaktion. Sie sind ein Journalist bei A BOLA. Können sie garantieren, dass sie in zehn Jahren noch dort sind? Vielleicht wollen Sie das. Aber Sie können es nicht." Mourinhos Fazit: "Natürlich kann ich gar nichts garantieren."
Real Madrid: Wohl kein Titel unter Alvaro Arbeola
Bei Real wurde Castilla-Trainer Arbeloa im Januar zum Nachfolger des entlassenen Xabi Alonso befördert. Ein Zeitraum für die Dauer des Engagements wurde jedoch nicht genannt. In Champions League und Copa del Rey ist Real mittlerweile ausgeschieden und angesichts von neun Punkten Rückstand in LaLiga auf Erzrivale FC Barcelona ist es unwahrscheinlich, dass die Saison noch mit einem Titel endet.
The Athletic schrieb nach der 3:4-Niederlage beim FC Bayern unter der Woche, dass eine Trennung von Arbeloa "sehr wahrscheinlich" sei, auch wenn es dem 43-Jährigen wohl gestattet ist, zumindest noch die laufende Saison zu Ende zu bringen.
Der Spanier selbst erklärte, als er unmittelbar nach dem Abpfiff in der Münchner Allianz Arena eine Einschätzung zu seiner persönlichen, beruflichen Zukunft bei den Königlichen abgeben sollte: "Daran denke ich in diesem Moment überhaupt nicht. Das ist die Entscheidung des Vereins."
Er werde "mit allen Entscheidungen des Vereins umgehen. Natürlich schmerzt es, es schmerzt Real Madrid. Es geht jetzt aber nicht um mich und meine Zukunft. Ich habe immer alles getan", führte Arbeloa aus. Natürlich nehme er dafür "die Verantwortung auf mich. Aber seitdem ich Trainer bei Real bin, will ich Spiele gewinnen und den Spielern helfen. So wird es bis zum letzten Tag sein."
GettyJose Mourinhos Bilanz als Cheftrainer von Real Madrid
- Spiele: 178
- Siege: 127
- Unentschieden: 28
- Niederlagen: 23
- Torverhältnis: 476:171
- Punkteschnitt: 2,30
- Titel: 3