Wenn man in den vergangenen Jahren über Harry Maguire sprach, dann meist nur in einem Kontext, in welchem die Leistungen des Innenverteidigers auf dem Platz ins Lächerliche gezogen wurden. Als Prügelknabe des englischen Fußballs und Meme-Opfer der Internet-Gemeinde erarbeitete sich Maguire einen äußerst zweifelhaften Ruf, während es mit seiner Karriere immer weiter bergab zu gehen schien.
Einen gewissen Teil dazu trug auch Manchester United bei. Die Red Devils, die den heute 33-Jährigen im Sommer 2019 für eine Ablösesumme in Höhe von umgerechnet 87 Millionen Euro verpflichteten und ihn nach Paul Pogba und Antony zum drittteuersten Transfer der Vereinsgeschichte machten, hatten in der jüngeren Vergangenheit mit mehreren schweren sportlichen Krisen zu wirken, was sich automatisch auf die unter Vertrag stehenden Spieler und damit auch Maguire auswirkte.
"Er ist einfach scheiße", sagte beispielsweise Rafael van der Vaart in seiner Funktion als TV-Experte für den niederländischen Sportsender Ziggo Sport. "Wo haben sie nach ihm gesucht? Man findet Spieler wie ihn bei jedem Amateurklub in Holland." Mit Roy Keane schaltete sich eine Klub-Legende ebenfalls in die Debatte ein und erklärte unmissverständlich: "Sein Passspiel und seine Abwehrleistung sind inakzeptabel, nicht gut genug für Manchester United."






