Max EberlGetty Images

Es wird "kontrovers diskutiert": Bahnt sich beim FC Bayern München ein absoluter Personal-Hammer an?

Dass Sportvorstand Max Eberl eine langfristige Zukunft beim FC Bayern München hat, ist trotz einiger sehr positiven Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit offenbar keinesfalls sicher. Das geht aus einem Bericht der Sport Bild hervor.

  • FC Bayern: Zukunft von Max Eberl wird intern "kontrovers diskutiert"

    Das Blatt beziffert die Chancen, dass Eberl über das Ende seines aktuellen Vertrages im Sommer 2027 hinaus bei Bayern bleibt, auf 50:50. Intern werde "kontrovers diskutiert", ob die Zusammenarbeit mit Eberl weiter ausgedehnt werden soll.

    Die sportliche Entwicklung des Vereins ist dabei kein Grund für die Zweifel. Eberl, der seinen Job Anfang März 2024 angetreten hatte, steht federführend für einige sehr gute Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit. Das sehe man auch bei den anderen FCB-Bossen so, schreibt die Sport Bild.

    Beispielsweise fädelte Eberl die zunächst skeptisch beäugte Installation von Erfolgstrainer Vincent Kompany ein, unter dem Bayern die nationale Dominanz wiedererlangte und sich auch im internationalen Vergleich mit den besten Klubs Europas nicht verstecken muss. Zudem holten Eberl und Co. mit Michael Olise und Luis Diaz zwei prägende Figuren des imposanten Bayern-Spiels.

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    FC Bayern München: Aufsichtsrat hat wohl kein uneingeschränktes Vertrauen zu Max Eberl

    Das Problem aber laut Sport Bild: Absolutes Vertrauen soll es zwischen den anderen FCB-Verantwortlichen und Eberl nicht geben. Ein Hauptkritikpunkt des Aufsichtsrats sei dabei, dass der Sportvorstand diesen bei wichtigen Transferentscheidungen zu spät hinzuziehe. Zudem soll Eberl dem Aufsichtsrat beim Forcieren von Vertragsabschlüssen zuweilen zu schnell handeln.

    Als Beispiel für das angespannte Verhältnis zwischen Eberl und Aufsichtsrat nennt die Sport Bild die Situation um Nils Schmadtke. Der Leiter der Scouting-Abteilung beim Rekordmeister gilt als enger Vertrauter von Eberl, weshalb jener ihn gerne langfristig gebunden hätte. Schmadtke wird seinen Ende Juni auslaufenden Vertrag aber wohl nur um ein weiteres Jahr bis 2027 verlängern - dann läuft auch Eberls derzeitiges Arbeitspapier aus.

    Über dessen Verlängerung wird Bayerns Aufsichtsrat bei seiner nächsten Sitzung im Mai beraten. Sollte man sich dafür entscheiden, mit Eberl weiterzumachen, würden Unternehmungen dahingehend ab August konkreter werden, heißt es. Falls es zur Trennung kommt, müsste der FCB laut Sport Bild nicht zwingend einen Nachfolger verpflichten.

    So würde man stattdessen auch das Duo aus Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und dem aktuellen Sportdirektor Christoph Freund als ausreichende Besetzung ansehen. Beide Verträge laufen zwar ebenfalls 2027 aus, bei beiden scheint eine langfristige Zukunft an der Säbener Straße aber wahrscheinlicher als bei Eberl: Während Dreesens Verlängerung lediglich Formsache sei, hat Freund laut Sport Bild "extrem gute Aussichten" auf einen neuen Vertrag. Der Österreicher war ein halbes Jahr vor Eberl im September 2023 zum FCB gekommen.

  • Die nächsten Spiele des FC Bayern München

    • 14. März: Bayer Leverkusen vs. FC Bayern (Bundesliga)
    • 18. März: FC Bayern vs. Atalanta (Champions League)
    • 21. März: FC Bayern vs. Union Berlin (Bundesliga)
    • 4. April: SC Freiburg vs. FC Bayern (Bundesliga)

Häufig gestellte Fragen

Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.

An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).

Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.

Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:

  • 33-mal deutscher Meister (22/23, 21/22, 20/21, 19/20, 18/19, 17/18, 16/17, 15/16, 14/15, 13/14, 12/13, 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 00/01, 99/00, 98/99, 96/97, 93/94, 89/90, 88/89, 86/87, 85/86, 84/85, 80/81, 79/80, 73/74, 72/73, 71/72, 68/69, 31/32)
  • 20-mal DFB-Pokal Sieger (19/20, 18/19, 15/16, 13/14, 12/13 , 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 99/00, 97/98, 85/86, 83/84, 81/82, 70/71, 68/69, 66/67, 65/66, 56/57)
  • 3-mal Champions League Sieger (19/20, 12/13, 00/01)
  • 3-mal Europapokal der Landesmeister Sieger (75/76, 74/75, 73/74)
  • 2-mal FIFA Klub-WM Sieger (20/21, 13/14)
  • 2-mal Weltpokal Sieger (2001 , 1976)
  • 2-mal UEFA Supercup Sieger (20/21, 13/14)
  • 1-mal UEFA Cup Sieger (95/96)
  • 1-mal Europapokal der Pokalsieger Sieger (66/67)
  • 10-mal deutscher Superpokalsieger (22/23, 21/22, 20/21, 18/19, 17/18, 16/17, 12/13, 10/11, 90/91, 87/88)
  • 6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
  • 1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)

Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.

Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verstorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.

Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:

Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.

Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:

Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.

Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.

Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.