Borussia Mönchengladbach v Borussia Dortmund - BundesligaGetty Images Sport

"Da hat man schon öfter Stimmen gehört": Ex-Profi suggeriert atmosphärische Probleme beim BVB wegen Niko Kovac

Max Kruse hat mal wieder gegen seinen Lieblingsfeind Niko Kovac ausgeteilt. Bei DAZN enthüllte der Ex-Profi auch ein besonderes Abendessen mit dem heutigen Trainer des BVB. "Jetzt gerade funktioniert es bei Dortmund, aber auch da hat man schon öfter Stimmen gehört, dass die Harmonie nicht unbedingt die beste ist, auch wenn es sportlich gerade funktioniert", sagte Kruse.

  • Kruse, der während seiner Zeit beim VfL Wolfsburg unter Kovac lediglich fünf Pflichtspiele absolvierte und bereits mehrfach über ihn herzog, führte aus: "Er kommt mit Charakteren wie mir nicht gut klar. Er will das Alphatier sein und Spieler, die exakt das umsetzen, was er vorgibt. Jeder Mensch ist anders, jeder hat andere Charakterzüge und jeder muss eben auch anders gehandhabt werden. Wenn man das als Trainer eben nicht versteht, ist es meistens schwierig."

    Der 38-Jährige erklärte, weshalb er sich mit dem Kroaten nicht verstand. "Ich kannte Niko Kovac auch von seinen vorherigen Stationen. Ich wusste, was für ein Typ er ist, worauf er achtet und was ihm sehr, sehr wichtig ist. Und ich habe relativ früh gemerkt, dass das nicht funktionieren wird", sagte Kruse. 

    Daher wollte der Angreifer auch sofort Reißaus nehmen, nachdem Kovac von Florian Kohfeldt übernahm: "Ich bin damals zum VfL Wolfsburg zurückgegangen - vor allem wegen Florian Kohfeldt, natürlich auch wegen des Geldes, das kann man ganz klar so sagen. Aber ohne Florian Kohfeldt wäre ich gar nicht zurückgegangen. Und dann war er plötzlich weg. Das war der erste Knackpunkt. Dann kam mit Niko Kovac jemand, mit dem ich mich nicht wirklich identifizieren konnte. Für mich war relativ schnell klar: Das wird nicht funktionieren -  so oder so."

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  • Kruse ging essen mit Kovac

    Kruse enthüllte, dass er sich zunächst einmal mit Kovac zum Essen traf, um gegenseitige Erwartungen abzustecken. "Deshalb habe ich früh signalisiert, dass es gut wäre, eine Lösung zu finden. Das wurde vom Verein zunächst abgewunken, mit der Antwort: Unterhalte dich doch erstmal mit Niko Kovac", erzählte er.

    Kruse weiter: "Wir waren tatsächlich einmal zusammen essen und haben uns ausgetauscht. Es war auch gar nicht schlecht, muss ich sagen. Wir haben beide darüber gesprochen, was wir voneinander erwarten. Er hat mich gefragt: Was brauchst du von mir? Und ich habe gesagt: Ich brauche von Ihnen nichts. Ich brauche einfach Vertrauen. Geben Sie mir Vertrauen und Sie werden Ihre Leistung bekommen. Am ersten Spieltag saß ich dann auf der Bank - und damit war dieses Vertrauen auch direkt wieder weg."

  • Max KruseGetty

    Kruse schlief auf Wolfsburgs Trainingsgelände ein

    Ein Dorn im Auge sei Kovac der Fakt gewesen, dass Kruse damals in Berlin lebte und täglich nach Wolfsburg pendelte. "Er wollte natürlich, dass ich mir eine Wohnung in Wolfsburg nehme. Ich habe auch eine Zeit lang darüber nachgedacht, aber ich hatte einfach keinen Nerv mehr dazu. Ich war ja auch schon in einem gewissen Alter und meine Frau lebte in Berlin", sagte Kruse.

    Der 14-fache Nationalspieler ist angesichts der Pendelei auch einige Male am Trainingsgelände des VfL eingenickt. Dazu sagte er nun: "Ich habe das meiner Meinung nach eigentlich ganz gut hinbekommen, auch logistisch. Aber klar, dann gab es die Probleme mit den Bahnen. Ich wollte natürlich auch nicht zu spät zum Training kommen. Deswegen habe ich immer eine frühere Verbindung genommen und war dann teilweise schon um acht Uhr oder so am Trainingsgelände."

    Kruse führte aus: "Wer meinen Lebensstil kennt, weiß, dass ich das eine oder andere Mal auch erst um vier oder fünf Uhr im Bett war oder teilweise gar nicht geschlafen habe und dann um sechs Uhr die Bahn nehmen musste. Dann habe ich eben vor dem Training noch eine Stunde geschlafen. Am Ende ist es aber auch egal: Wenn du deine Leistung bringst, wenn du performst, dann kann sich eigentlich niemand beschweren."

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  • Kruse teilte häufig bereits gegen Kovac aus

    Es ist wie erwähnt nicht das erste Mal, dass Kruse gegen den 54-Jährigen schießt. Bereits als bekannt wurde, dass Kovac den BVB übernehmen würde, konnte sich Kruse eine Stichelei nicht verkneifen: "Er ist mein Favorit für Dortmund, damit der Verein auch mal merkt, was Krise eigentlich wirklich bedeutet. Da wird Friede, Freude, Eierkuchen vorbei sein", erklärte er in seinem Podcast Flatterball, den er mit Martin Harnik betreibt, und betonte: "Jeder, der sich das antun möchte, kann das machen. Dass es von Erfolg gekrönt ist, bezweifle ich ganz stark."

    Im März 2024 meinte Kruse über Kovac, dass er charakterlich eine "absolute Katastrophe" sei und einen "asozialen" Umgang mit seinen Spielern pflege.

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.