SV Elversberg v 1. FC Nürnberg - 2. BundesligaGetty Images Sport

Auch Arsenal soll interessiert sein: Setzt der neue BVB-Boss Ole Book ein erstes Ausrufezeichen aus dem Transfermarkt?

Wie mehrere brasilianische Medien übereinstimmend berichten, hat der BVB den talentierten Angreifer Lucca vom brasilianischen Erstligisten FC Sao Paulo ins Visier genommen. Die Bild-Zeitung will zudem erfahren haben, dass die Scouts der Schwarzgelben bestens über den 18-Jährigen Bescheid wüssten.

  • Eine Verpflichtung sei jedoch kein leichtes Unterfangen. Denn eine Reihe von Topklubs soll Interesse an Lucca zeigen, insbesondere Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal stelle eine große Konkurrenz dar. Die Gunners seien im Werben um den flexibel einsetzbaren Flügelstürmer aktuell am weitesten.

    Außerdem wäre ein Transfer wohl nicht ganz günstig. Lucca besitzt zum einen noch einen bis 2028 gültigen Vertrag, zum anderen dürften die vielen Interessenten den Preis nochmal in die Höhe treiben.

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  • Sao Paulo v Vasco Da Gama - Brasileirao 2025Getty Images Sport

    Holt der BVB mit Lucca den nächsten Südamerikaner?

    Einen Vorteil hat der BVB jedoch. Der Ruf des Ausbilderklubs, der Talenten wie Jadon Sancho, Ousmane Dembele oder Jude Bellingham zum Schritt in die internationale Klasse verhalf, eilt der Borussia voraus. Außerdem träfe Lucca in Kaua Prates auf einen Landsmann, was die Integration in Dortmund vereinfachen würde. 

    Der Transfer von Prates, 17-jähriger brasilianischer Linksverteidiger, ist bereits seit einiger Zeit in trockenen Tüchern. Rund zwölf Millionen Euro flossen für den Teenager vom Ruhrgebiet zu Cruzeiro Belo Horizonte. In Justin Lerma verpflichtete die Borussia einen weiteren Südamerikaner: Das ebenfalls 17 Jahre alte Offensiv-Juwel aus Ecuador kommt für vier Millionen Euro von Independiente del Valle. 

  • Lucca ist brasilianischer Junioren-Nationalspieler

    Beide Deals wurden noch während der Amtszeit von Sportdirektor Sebastian Kehl abgewickelt. Nachfolger Nils-Ole Book hatte derweil angekündigt, weitere "Perlen" zu verpflichten. Bei seiner vorherigen Station (SV Elversberg) verdiente er sich nicht von ungefähr den Spitznamen "Perlentaucher". Ob Lucca in sein Raster fällt, bleibt abzuwarten.

    Der zweimalige brasilianische U20-Nationalspieler wäre nach aktuellem Stand eher eine Investition in die Zukunft. Bei Sao Paulo ist Lucca noch weit von einem Stammplatz entfernt. In der brasilianischen Serie A sprang in dieser Saison nach zehn Spieltagen noch kein Einsatz heraus, dafür stand er regelmäßig in der Stadtmeisterschaft Campeonato Paulista auf dem Platz. Seinen bislang einzigen Treffer für die Profis erzielte er in der Copa Libertadores. 

  • Die Rekordtransfers des BVB

    1. Ousmane Dembele: 2016 für 35,5 Millionen Euro von Stade Rennes
    2. Sebastien Haller: 2022 für 31 Millionen Euro von Ajax Amsterdam
    3. Mats Hummels: 2019 für 30,5 Millionen Euro vom FC Bayern
    4. Jobe Bellingham: 2025 für 30,5 Millionen Euro vom AFC Sunderland
    5. Jude Bellingham: 2020 für 30,15 Millionen Euro von Birmingham City

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.