Das Teilnehmerfeld steht: 48 Teams kennen ihr Schicksal für die erste Ausgabe der runderneuerten Weltmeisterschaft. Die Vorzeichen haben sich verschoben – wer jetzt die Details analysiert, findet den entscheidenden Value.
| WM-Märkte | Quote |
|---|---|
| Unentschieden zwischen Mexiko und Südafrik | 4.30 |
| Spanien wird Weltmeister | 5.75 |
| Bosnien-Herzegowina gewinnt Gruppe B | 3.60 |
| Japan gewinnt Gruppe F | 4.50 |
Quoten zur Verfügung gestellt von Interwetten. Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können sich ändern.
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Die Länderspielpause, die alles veränderte
Das Länderspielfenster im März sollte die Karten neu mischen – und genau das ist passiert. Wir haben jetzt eine deutlich klarere Hierarchie zwischen den Nationalteams, gepaart mit einigen handfesten Sensationen.
Frankreich ist nun die neue Nummer eins der Welt. Nach einem 2:1 gegen Brasilien ließen sie ein souveränes 3:1 gegen Kolumbien folgen. Besonders erfreulich: Kylian Mbappé kehrte nach seiner Verletzung zurück und schlug sofort wieder ein. Die Tiefe des Kaders in Angriff, Mittelfeld und Abwehr ist schlichtweg beängstigend. Didier Deschamps verfügt über ein Aufgebot, das wohl zu den stärksten der jüngeren Fußballgeschichte gehört.
Spanien rutschte auf Rang zwei ab, nachdem man sich gegen Ägypten mit einem 0:0 begnügen musste. Zuvor gab es zwar ein überzeugendes 3:0 gegen Serbien, doch die Nullnummer kostete die Spitzenposition. Trotzdem bleibt die Mannschaft von Luis de la Fuente bei den Buchmachern der Top-Favorit auf den zweiten WM-Titel.
Bei England herrscht dagegen Alarmstufe Rot. Zwei Spiele, null Siege – Thomas Tuchel steht bereits massiv unter Druck. Einem mageren 1:1 gegen Uruguay folgte eine historische 0:1-Heimpleite gegen Japan im Wembley-Stadion. Ohne Harry Kane fehlte die Durchschlagskraft, und auch Jude Bellingham wurde im Mittelfeld schmerzlich vermisst. Bitter: Es war Englands erste Niederlage gegen ein asiatisches Team überhaupt.
Auch die drei WM-Gastgeber enttäuschten. Die USA kassierten zwei Niederlagen gegen europäische Schwergewichte (2:5 gegen Belgien, 0:2 gegen Portugal). Christian Pulisic ist völlig außer Form und wartet nun seit 14 Spielen im Verein und in der Nationalelf auf ein Tor.
Mexiko trat gegen dieselben Gegner an und holte immerhin zwei Unentschieden. Damit sind sie zwar seit fünf Spielen ungeschlagen, doch der spielerische Glanz fehlt komplett. Kanada verkaufte sich ordentlich und blieb durch Remis gegen Island und Tunesien ebenfalls im fünften Spiel in Folge unbesiegt.
Die Schlagzeile der Woche wurde jedoch woanders geschrieben: Italien verpasst zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft! Bosnien-Herzegowina eliminierte die Squadra Azzurra im Elfmeterschießen und verlängerte das italienische Trauma.
Schweden schaffte derweil ein Kuriosum: Das Team von Graham Potter qualifizierte sich als Gruppenletzter ihrer Quali-Gruppe über die Nations League für die Endrunde. Mit der Rückkehr von Dejan Kulusevski und Viktor Gyökeres zeigt die Formkurve der Skandinavier deutlich nach oben.
Japan untermauerte seine Ambitionen eindrucksvoll. Erst ein 1:0 gegen Schottland, dann der prestigeträchtige Triumph im Wembley gegen England. Kaoru Mitomas Tor in der 23. Minute war das Ergebnis einer taktischen Meisterleistung.
Zusammen mit dem 3:2 gegen Brasilien aus der vorangegangenen Pause sind die „Samurai Blue“ nun seit fünf Spielen ungeschlagen. Mit 24 von 27 Profis, die in Europa unter Vertrag stehen, könnte dies das stärkste japanische Team aller Zeiten sein.
Brasilien schlug Kroatien mit 3:1, brauchte dafür aber zwei sehr späte Tore. Carlo Ancelottis Team ist nach einer holprigen Qualifikation noch immer eine Baustelle. Im Gegensatz dazu wirkt Portugal extrem gefestigt.
Der Kader rund um Cristiano Ronaldo kann in Sachen Tiefe nur von Frankreich und Spanien getoppt werden. Für Ghana und Saudi-Arabien endete die Pause hingegen radikal: Beide Nationen entließen ihre Trainer.
Die Weltmeisterschaft ist enger zusammengerückt
Das Eröffnungsspiel bestreiten Mexiko und Südafrika im legendären Aztekenstadion. Die Gruppe A ist mit Tschechien und Südkorea extrem ausgeglichen. Mexiko ist zwar Gastgeber und Gold-Cup-Sieger, doch die aktuelle Form ist bieder. Trotz der Serie ohne Niederlage bleibt das Toreschießen das Hauptproblem.
Südafrika kommt aus einem schwachen Fenster (1:2 und 1:1 gegen Panama). Defensive Patzer und fehlende Effizienz waren offensichtlich. Dass sie sich gegen Mexiko, Südkorea und Tschechien durchsetzen, gilt als unwahrscheinlich.
Tschechien zitterte sich über die Playoffs (Sieg im Elfmeterschießen gegen Dänemark) zum Turnier, während Südkorea zuletzt gegen die Elfenbeinküste (0:4) und Österreich (0:1) enttäuschte.
Wett Tipp: Unentschieden zwischen Mexiko und Südafrika. Da alle Teams in der Gruppe Schwächen haben, wird das Eröffnungsspiel taktisch geprägt und extrem vorsichtig sein. Niemand will mit einer Pleite starten – das Remis bietet hier echten Value.
Spanien ist aus gutem Grund der Favorit. Als amtierender Europameister marschierte „La Roja“ ohne Probleme durch die Qualifikation. Der Kader strotzt vor Talent: Lamine Yamal, Pedri, Fermín López und Dean Huijsen stehen für eine goldene Generation.
In Gruppe H warten Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay. Uruguay ist zwar brandgefährlich, doch Spanien sollte den Gruppensieg souverän einfahren. Der mögliche Weg durch die K.o.-Runde wirkt machbar. Luis de la Fuente hat bewiesen, dass er taktisch jedem Gegner gewachsen ist.
Wett Tipp: Spanien wird Weltmeister. Die Quoten spiegeln zwar ihre Favoritenrolle wider, doch angesichts der Gruppenauslosung und der spielerischen Dominanz ist der Value hier immer noch exzellent.
Für Bosnien-Herzegowina ist es erst die zweite WM-Teilnahme überhaupt. Nach dem dramatischen Sieg gegen Italien ist die Euphorie riesig. Die Moral, die das Team nach dem Rückstand gegen Wales und dem Erfolg gegen dezimierte Italiener bewiesen hat, spricht für einen enormen Charakter.
In Gruppe B warten Kanada, die Schweiz und Katar. Kanada ist der am schwächsten gerankte Kopf der Gruppe. Die Schweiz ist solide, wackelt aber gelegentlich (wie beim 3:4 gegen Deutschland). Katar ist statistisch das schwächste Team.
Wett Tipp: Bosnien-Herzegowina gewinnt Gruppe B. Die Entschlossenheit der Bosnier trifft auf ein unerfahrenes kanadisches Team. Wenn sie die Schweiz im direkten Duell knacken, ist der Gruppensieg absolut realistisch.
Japan findet sich in einer „Todesgruppe“ mit Schweden, Tunesien und den Niederlanden wieder. Aber: Die Form ist beängstigend gut. Die Siege gegen Schottland und England haben gezeigt, dass sie bereit für die ganz große Bühne sind.
Es ist Japans achte WM-Teilnahme in Folge. Bisher war im Achtelfinale immer Schluss. Doch mit individueller Klasse von Mitoma, Kubo und Endo ist dieses Jahr mehr drin.
Wett Tipp: Japan gewinnt Gruppe F. Die Niederlande sind auf dem Papier Favorit, aber Japans jüngste Siege gegen Top-Nationen zeigen, dass sie jeden schlagen können. Die Quoten auf einen japanischen Gruppensieg sind bei diesem Potenzial viel zu hoch angesetzt.
