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Premier League Abstieg Quoten

Premier League Abstieg Quoten: Tottenham-Quote fällt auf neuen Tiefpunkt

 Igor Tudor wurde geholt, um die Saison der Spurs zu retten, doch der freie Fall geht weiter. Mittlerweile liegt das Team nur noch einen mickrigen Punkt vor dem Tabellenachtzehnten West Ham.

Premier League AbstiegQuoten
West Ham2.62
Tottenham2.75
Nottingham Forest3.75
Leeds6.00

Quoten zur Verfügung gestellt von bet365. Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können sich ändern.

West Ham

Lange Zeit sah es so aus, als würde der Abstiegskampf der Premier League eine ziemlich ereignislose Angelegenheit werden. Da Wolves und Burnley bereits früh den Anschluss verloren, liefen auch die "Hammers" Gefahr, sich kampflos zu verabschieden.

West Ham stand auf dem 19. Tabellenplatz, als Graham Potter entlassen und Nuno Espírito Santo im September übernommen hat. Trotz seiner nachgewiesenen Premier-League-Erfahrung hatte der Portugiese zunächst Mühe, das Ruder herumzureißen. Aus seinen ersten 16 Spielen holte er lediglich zwei Siege und elf Punkte.

Der Wendepunkt der Saison war der 2:1-Auswärtssieg bei Tottenham im Januar. Vor diesem Spiel trennten die Hammers satte 13 Punkte von den Nordlondonern. Die Neuzugänge Pablo und Taty Castellanos standen in der Startelf, während Callum Wilson von der Bank kam und in der 93. Minute den Siegtreffer erzielte.

Zwei Monate später ist dieses Tor wertvoller denn je. Mit vier Siegen aus den letzten acht Spielen hat Nuno der Mannschaft endlich seinen Stempel aufgedrückt. Crysencio Summerville traf in diesem Zeitraum fünfmal, was bedeutet, dass sich die Hammers nicht mehr allein auf Jarrod Bowen verlassen müssen. Das Team hat nun den Glauben und das Momentum, um die Klasse zu halten.

Aktuell gilt West Ham bei den Buchmachern noch als leichter Favorit, Burnley und den Wolves in die Championship zu folgen. Da sie jedoch drei andere Teams tief in den Schlamassel hineingezogen haben, lässt sich der wahre Value bei den Wett Tipps woanders finden.

Tottenham

Es sind düstere Zeiten an der White Hart Lane. Es besteht die reale Gefahr, dass einer der "Big Six" absteigt – ein Schicksal, das in der Premier-League-Ära bisher nur Manchester City ereilt hat.

Thomas Frank übernahm das Amt nach der Entlassung von Europa-League-Sieger Ange Postecoglou. Doch die Amtszeit des Dänen war von enttäuschenden Ergebnissen geprägt. Er wurde im Februar entlassen, woraufhin Igor Tudor das Kommando übernahm.

Damals schien ein Abstieg noch unwahrscheinlich, doch die Formkurve von West Ham und die Bilanz von null Punkten unter Tudor haben die Situation drastisch verschärft. Die jüngste 1:3-Heimniederlage gegen Crystal Palace war die fünfte Pleite in Folge.

Die "Eagles" erspielten sich drei Großchancen, während die Spurs lediglich auf einen xG-Wert von 1,09 kamen. Diese Leistung heizte die Gerüchte an, dass Tudor nach seinem Fehlstart bereits wieder vor dem Aus stehen könnte.

Momentan wirken die Spurs wie die logische Value-Wette im Abstiegsmarkt. Sie befinden sich im freien Fall, während die direkte Konkurrenz punktet. Mit nur 0,67 Punkten pro Heimspiel weist Tottenham die schlechteste Heimbilanz der Liga auf. Auch ihr Wert von 31,5 xPTS (expected Points) ist der niedrigste unter den vier Teams, die den 18. Platz vermeiden wollen.

Nachdem sie die letzte Saison als 17. abschlossen, kommen diese Probleme nicht völlig überraschend. Verletzungen spielen erneut eine Rolle, viele davon langfristig. Wichtige Verteidiger werden zwar im April zurückerwartet, doch bis dahin könnte der Schaden bereits irreparabel sein.

Nottingham Forest

Ähnlich wie bei Tottenham ist Nottingham Forest noch durch das europäische Geschäft abgelenkt. Ein machbares Achtelfinale gegen Midtjylland bietet die Chance auf das Viertelfinale der Europa League. Dennoch muss der Klassenerhalt in der Premier League oberste Priorität haben.

Es war eine chaotische Saison an der City Ground. Nuno ging im September nach einem Zerwürfnis mit Besitzer Vangelis Marinakis. Postecoglou wirkte nie wie der richtige Mann am richtigen Ort, und auch Sean Dyche scheiterte letztlich daran, die Saisonwende herbeizuführen.

Nun ist Vítor Pereira gefordert. Aus seinen ersten drei Spielen holte er nur einen Punkt, wobei das Programm allerdings knallhart war. Die nächsten fünf Spiele sind jedoch machbar: Fulham, Burnley und ein schwächelndes Aston Villa gastieren an der City Ground. Zudem reisen die "Tricky Trees" Ende des Monats zum Krisengipfel nach Tottenham und im April zum schwächelnden Sunderland.

Dieser Spielplan bietet die große Chance auf zwei oder drei Siege. Sollte Tottenham weiterhin schwächeln, könnte das für Pereiras Männer bereits für die Rettung reichen.

Leeds

Mit 31 Punkten ist Leeds United von den vier gefährdeten Teams am besten positioniert. Um die Jahreswende herum hatten sie einen starken Lauf, als Dominic Calvert-Lewin regelmäßig traf.

Allerdings hat der 28-jährige Stürmer in seinen letzten acht Pflichtspielen nur noch einmal eingenetzt. Leeds wartet seit vier Ligaspielen auf einen Sieg. Die jüngste 0:1-Niederlage gegen Sunderland hat an der Elland Road für große Unruhe gesorgt.

Mit einer implizierten Abstiegswahrscheinlichkeit von 14,3 % scheint Leeds – abgesehen von den Spurs – den besten Value in diesem Wettmarkt zu bieten. Das liegt vor allem daran, dass Momentum in dieser Phase der Saison alles ist. Drei Niederlagen in vier Heimspielen deuten zudem darauf hin, dass Leeds vor den eigenen leidenschaftlichen Fans derzeit nicht die gewohnte Festung ist.

Das bereitet Trainer Daniel Farke Sorgen, aber da die Wolves und Burnley noch nach Yorkshire reisen müssen, gibt es eine klare Chance auf sechs Punkte. Diese würden Leeds ganz nah an das rettende Ufer bringen.

Insgesamt wirkt Leeds spielerisch nicht wie eines der drei schlechtesten Teams der Liga. Ein xPTS von 41,3 und ein xG von 41,4 zeigen, dass sie eigentlich höher stehen müssten. Doch das zählt in dieser Phase wenig – am Ende hängt alles davon ab, ob sie in den entscheidenden Heimspielen liefern können.

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