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Oliver KahnGetty

Zu viel Euphorie? Ehemaliger Boss des FC Bayern ist skeptisch bei Jürgen Klopp

Am Rande des Bastian-Schweinsteiger-Cups, eines Charity-Golfturniers, äußerte der ehemalige FCB- und Nationaltorhüter gegenüber BR24 Skepsis bezüglich eines schnellen Umschwungs unter dem frisch gebackenen neuen Bundestrainer.

"Ich persönlich glaube, dass es nicht so einfach ist, wie sich das viele vorstellen. Ich glaube, dass die Probleme durchaus auch tiefer liegen", erklärte Kahn. Stattdessen müsse sich Klopp zunächst mit grundsätzlichen Fragen auseinandersetzen.

"Was möchte man für Spieler in den nächsten Jahren entwickeln? Was möchte man überhaupt für Spieler haben? Wie möchte man Fußball spielen?", führte der ehemalige Torwart und Vorsitzende des FC Bayern München weiter aus.

Gleichwohl sei Klopp ein "sehr erfahrener Mann, der sicherlich einiges bewirken kann", so Kahn. Auch Ex-Mitspieler Schweinsteiger geht davon aus, dass der DFB mit dem 59-Jährigen die richtige Wahl getroffen hat. "Das wird schon eine Aufgabe sein für ihn, aber er ist ein exzellenter Trainer. Ich finde, dass Jürgen Klopp der richtige Trainer ist für die jetzige Situation."

Jürgen KloppGetty Images

Jürgen Klopp erstmals im September an der Seitenlinie

Klopp war am gestrigen Freitag offiziell vom DFB als neuer Bundestrainer vorgestellt worden. Er folgt auf Julian Nagelsmann, der sein Amt in Folge des blamablen Ausscheidens im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Paraguay niedergelegt hatte.

Erstmals wird Klopp die Mannschaft zum Nations-League-Start am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande betreuen. Bis zum 4. Oktober folgen drei weitere Spiele.

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Häufig gestellte Fragen

Jürgen Klopp wurde am 16. Juni 1967 in Stuttgart geboren.

Ja, Jahre bevor Jürgen Klopp als Trainer zur Legende wurde, war er selbst als Fußballer aktiv. Seine Laufbahn begann 1972 in der Jugend des SV Glatten.

Klopps Karriere im Herrenfußball begann 1986 beim TuS Ergenzingen. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 2001 stand er unter anderem beim 1. FC Pforzheim, den Amateuren von Eintracht Frankfurt, Viktoria Sindlingen, Rot-Weiss Frankfurt sowie – am längsten – beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag. Für die Mainzer spielte er von 1990 bis 2001.

Jürgen Klopp zählt zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Als Cheftrainer von Borussia Dortmund wurde er in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 Deutscher Meister. Zudem gewann er 2011/12 den DFB-Pokal sowie 2013 und 2014 den DFL-Supercup (heute: Franz Beckenbauer Supercup). Mit dem FC Liverpool sicherte er sich 2019/20 die englische Meisterschaft und die FIFA Klub-Weltmeisterschaft. In seinem Trophäenschrank stehen außerdem zwei englische Ligapokale und ein FA Cup. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere markierte der Gewinn der UEFA Champions League mit Liverpool in der Saison 2018/19. Insgesamt kommt Klopp auf 13 Titel als Trainer.

Klopp hat die Champions League einmal in seiner Karriere gewonnen - 2018/19 mit dem FC Liverpool.

Im Laufe seiner Karriere hatte Klopp das Privileg, zahlreiche Superstars zu trainieren. Zu den bekanntesten zählen wohl Robert Lewandowski, Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Mohamed Salah, Sadio Mane und Virgil van Dijk. Bei der deutschen Nationalmannschaf trainiert er darüber hinaus künftig Florian Wirtz, Jamal Musiala, Joshua Kimmich und Co.

Laut mehreren Quellen (Forbes, IMDB) beläuft sich Klopps geschätztes Vermögen auf mehr als 50 Millionen Euro.

Jürgen Klopp ist Vater eines Sohnes namens Marc, der 1988 geboren wurde. Marc stammt aus Klopps erster Ehe und war selbst als Fußballer aktiv – unter anderem bei Borussia Dortmund II und Darmstadt 98.

Er ist seit 2005 mit Ulla Sandrock verheiratet. Zuvor war er mit Sabine Klopp liiert.

Für seine beiden äußerst erfolgreichen Spielzeiten mit dem FC Liverpool wurde Klopp 2019 und 2020 zum FIFA-Welttrainer des Jahres gekürt.

"Kloppo" ist der gebräuchlichste Spitzname des heutigen Bundestrainers. Der Spitzname "The Normal One" wird deutlich seltener verwendet. Diesen Titel gab Klopp sich selbst bei seiner Vorstellung im Jahr 2015 beim FC Liverpool – als Anspielung auf Jose Mourinhos berühmtes "The Special One"-Interview –, um seine Bodenständigkeit und Authentizität zu unterstreichen.

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