Bereits unmittelbar nach der Trennung am Dienstag wurde in übereinstimmenden Berichten die Rolle von Co-Trainer Nelson Morgado bei der überraschenden Entscheidung thematisiert. Lens wollte dem Vernehmen nach zunächst nur Toppmöllers Vertrauten entlassen. Der 45-jährige Ex-Coach von Eintracht Frankfurt habe seinen eigenen Verbleib aber an den seines Assistenten gekoppelt.
"Nach zahlreichen Gesprächen über das Mannschaftsgefüge sowie die Arbeitsweise und Organisation des Trainerstabs teilte der Verein seinem Trainer die Absicht mit, den Stab neu zu strukturieren", hieß es in einer Stellungnahme des Vereins: "Da Dino Toppmöller diese strukturellen Veränderungen nicht mittragen konnte, traf der Verein die verantwortungsvolle Entscheidung, seine Tätigkeit sowie die seiner beiden Assistenten zu beenden."
Toppmöller-Aus in Lens: Probleme auch mit den Spielern?
Einem Bericht von Sport1 zufolge hat es aber auch noch andere Probleme gegeben. Demnach soll zwischen Toppmöller und seinen Spielern bereits seit Wochen eine angespannte Stimmung geherrscht haben. Schlüsselspieler hätten sich demzufolge immer wieder über die Inhalte der Trainingseinheiten beschwert.
Zudem hätten die schon länger in Lens angestellten französischen Co-Trainer Eric Sikora, Cedric Berthelin, Guillaume Rave und Yannick Cahuzac die fehlende Kommunikation ihres neuen Chefs angeprangert. Im Trainerteam hätten sich so zwei Lager gebildet. Hier Toppmöller mit seinen zwei Co-Trainern Morgado und Erwin Skela, dort die Franzosen. Interimistisch übernahm nun Cahuzac das Traineramt. Er wird die Mannschaft am Freitag beim Ligaspiel gegen die AS Monaco betreuten.
Toppmöller hatte den Trainerposten in Lens diesen Sommer angetreten und seinen neuen Klub umgehend überraschend zum Supercup-Sieg gegen Meister und Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain geführt. Der Start in die neue Saison der Ligue 1 verlief durchwachsen. Lens holte aus den ersten vier Spielen nur vier Punkte. In der Champions League gelang zum Auftakt immerhin ein Sieg gegen Slavia Prag.



