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Uli Hoeneß Bayern München Bundesliga 112517Getty Images

Wegen James und Müller: Hoeneß verbietet Sammer den Mund

Uli Hoeneß hat auf die jüngsten Aussagen von Matthias Sammer reagiert und dem früheren Sportdirektor geraten, künftig weniger über den FC Bayern München zu sprechen.

Ancelottis Plan mit James Rodriguez und Thomas Müller

"Ich würde Matthias dringend raten, in seinem neuen Job relativ wenig über Bayern zu reden. Weil ich bin überzeugt, dass er gegen Bayern gar nichts hat. Aber dass er für das Geld, das er jetzt verdient, immer wieder provokative Fragen zum FC Bayern kriegen wird, aus denen er sich nicht immer herauswinden kann. Und das führt dann zu solchen Geschichten wie gestern. Und wenn er gut beraten ist, wird er in Zukunft über den FC Bayern wenig reden.", sagte der 65-Jährige am Donnerstag.

Hintergrund: Sammer arbeitet als Bundesliga-Experte für Eurosport und hatte sich am Mittwoch in einem Interview mit dem TV-Sender kritisch zum Umgang mit Thomas Müller und der Verpflichtung von James Rodriguez geäußert. Sammer forderte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Hoeneß auf, "immer darauf einzuwirken, wie wichtig so ein Typus (wie Müller, Anm. d. Red.) in der Geschichte für Bayern München war. Aber in der Gegenwart auch das Vertrauen spüren muss, um die Zukunft stabil zu gestalten. Das ist eine wichtige Aufgabe der beiden Führungspersönlichkeiten des Klubs."

Rafinha: "Rummenigge kann reden, was er will"

"Für mich ist Thomas Müller – mit dem ein oder anderen Spieler auch - die Seele und die Zukunft des FC Bayern. Und das sollte auch der Klub verstehen. So ein Spielertypus wie Thomas Müller ist einzigartig auf der Welt", so Sammer weiter. Müller sei "ein Freigeist. Und diese Freiheiten muss er auch spüren. Es kann auch mal sein, dass er im Spiel einfach untertaucht. Das ist sein Typus. Aber er ist so wichtig. Er ist ein Idol, eine ganz, ganz wichtige Integrationsfigur für die Zukunft dieses Klubs."

Auch Ancelotti kontert Sammer

Über Neuzugang James sagte Sammer: "Er hat natürlich, auch von der Position her, eine gewisse Eingeschränktheit. Diese Vielfältigkeit, die zwar interessant klingt, die sehe ich bei ihm aber nicht so. Er kann nicht über die Seiten spielen, da fehlt ihm das Tempo. Er hat zwar den Spielwitz, kann von der Seite mal nach innen gehen – aber zur Grundlinie durch, da wird ihm das Tempo fehlen."

Auch den Hype um den Kolumbianer tat Sammer als nichtig ab. "Auch prima - Social Media und viel Brimborium. Das ist alles schön und gut. Aber mich interessiert als Leistungssportler, in der Leistung im Mittelpunkt steht, dann doch eher die Wertigkeit von Thomas Müller."

Trainer Carlo Ancelotti reagierte ebenfalls auf Sammers Aussagen, meinte gegenüber der Bild : "Niemand braucht mir die Geschichte dieses Klubs und dieses Spielers erklären."

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