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Ole BookGetty Images

Warnendes Beispiel als Auslöser: BVB setzt auf neue Transferregel bei El Mala

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, gilt in der BVB-Führungsetage mittlerweile nicht mehr das Mehrheitsprinzip zwischen Trainer, Sportdirektor und Sport-Geschäftsführer, sondern die absolute Einigkeit.

Bedeutet: Beim BVB wird erst die Initiative auf dem Transfermarkt bei einem Spieler ergriffen, wenn keiner aus dem Führungs-Trio Bedenken hat. Das ist aktuell bei Said El Mala der Fall und war auch schon bei den kostspieligen Verpflichtungen von Konstantinos Karetsas (30 Millionen, KRC Genk) und Joane Gadou (20 Millionen, RB Salzburg) so.

Bei dem genannten Trio hoben Niko Kovac, Ole Book und Lars Ricken jeweils den Daumen. In der Folge wurde es ernst. Während Karetsas und Gadou schon als Neuzugänge präsentiert wurden, stehen die Verhandlungen mit dem 1. FC Köln wegen El Mala womöglich vor einem erfolgreichen Abschluss.

BVB steht wohl vor Transfercoup bei Said El Mala

Laut Sky wird in der Domstadt zeitnah eine schriftliche Dortmunder Offerte über 50 Millionen Euro plus zuzüglich fünf Millionen an Bonuszahlungen einflattern. Bedeutet: Der BVB wird die hohen Forderungen des Effzeh für den deutschen Shootingstar erfüllen. Der Express berichtete am Mittwoch von einer internen Absprache, wonach Köln-Boss Thomas Kessler El Mala für seinen solchen Fall die Wechselfreigabe versprochen habe.

Es könnte also sehr gut sein, dass auch der dritte Wunschspieler, auf den sich alle Mitglieder der Dortmunder Führung in diesem Sommer einigen konnten, den Weg ins Ruhrgebiet antritt.

Said El MalaGetty Images

BVB-Transferflop Yan Couto als warnendes Beispiel

Die neue Grundvoraussetzung für die großen Transfers in diesem Sommer ist auch das Resultat aus einem der vielleicht kostspieligsten Missverständnisse der vergangenen Jahre. Denn anders als bei Gadou, Karetsas und El Mala herrschte bei Yan Couto anno 2024 keine absolute Einigkeit. Während der damalige Nuri Sahin mit dem Brasilianer ein ähnliches Profil zu dem des zuvor überzeugenden Ian Maatsen auf der anderen Seite für sein Team gewinnen wollte, soll besonders Ricken große Zweifel an dem Transfer geäußert haben.

Der damalige Sportdirektor Sebastian Kehl schritt dennoch zur Tat, um Sahin seinen Wunsch zu erfüllen. Der Ausgang ist bekannt: Der BVB vereinbarte ein durchaus haarsträubendes Leihgeschäft mit Manchester City, in dessen Rahmen die Kaufpflicht nach nur wenigen Einsätzen in Höhe von 25 Millionen Euro griff. Zuvor hatten die Schwarzgelben schon eine Leihgebühr in Höhe von fünf Millionen Euro entrichtet.

Couto konnte diese horrende Summe mit Leistungen nie rechtfertigen. In seiner ersten Saison hatte er mit großen Anpassungsproblemen zu kämpfen, spielte oftmals schlecht und war eigentlich kein Faktor im Dortmunder Spiel. In seiner zweiten Spielzeit wurde es mit der Systemumstellung durch den neuen Trainer Niko Kovac auf eine Dreierkette mit Couto als rechten Schienenspieler etwas besser.

Weil Konkurrent Julian Ryerson aber eine herausragende Saison spielte (18 Vorlagen in 42 Spielen), kam Couto trotz Leistungssteigerung auf nur 27 Pflichtspiele und immerhin zwei Tore und drei Vorlagen.

Nach zwei unerfolgreichen Jahren beendeten Couto und der BVB vorerst das gemeinsame Kapitel. Der 24-Jährigen wechselte auf Leihbasis für eine Gebühr von drei Millionen Euro zu Como. Dort soll Cesc Fabregas große Stücke auf Couto halten. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll die ausgehandelte Kaufoption 20 Millionen Euro betragen. Im Falle eines festen Transfers würden die Dortmunder somit immerhin den Verlust bei Couto auf ein Minimum beschränken.

CoutoGetty Images


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