In der Saudi Pro League dreht sich derzeit fast alles um die Frage, wann Cristiano Ronaldo sein großes Ziel erreichen und die Marke von 1000 Karrieretoren erreichen wird. Beim jüngsten 3:1-Erfolg von Al-Nassr gegen Al-Faisaly am Freitag ist der 41-Jährige offiziell diesem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen. Nach einer präzisen Freistoßflanke seines Landsmanns Joao Felix stieg Ronaldo am höchsten und beförderte den Ball in der 49. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Tor.
Unmittelbar nach dem Treffer CR7 zu seinem charakteristischen "Siu"-Jubel ab und ließ sich von den Mitspielern feiern.
Doch war Ronaldo wirklich der Torschütze? Zweifel sind angebracht. Auch nach mehrmaliger Ansicht der Szene, die auch von der Saudi-Liga in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde, ist nicht zweifelsfrei zu erkennen, ob Ronaldos Kopf den Ball überhaupt berührt hat. Und selbst wenn: die entscheidende Bewegung scheint Verteidiger Andrei Girotto dem Ball gegeben haben.
Aber urteilt selbst:
Der führende Statistik-Dienstleister Opta bewertete die Szene im Gegensatz zur Liga als Eigentor des Verteidigers. Auch zahlreiche Fans in den Sozialen Netzwerken waren der Meinung, dass nicht Ronaldo, sondern Girotto das vermeintliche 982. Karrieretor des Portugiesen erzielt habe. Doch Ronaldo steht auf dem Spielberichtsbogen, also wird das Tor offiziell ihm zugeschrieben.
Turbulenzen abseits des grünen Rasens
Die Debatte um sein 982. Tor fällt in eine ohnehin turbulente Phase in Ronaldos Karriere. Während der Länderspielpause verließ der Kapitän nach einer Degradierung auf die Bank und einem Streit mit Trainer Jorge Jesus die portigiesische Nationalelf. Ronaldo behauptet, Jesus habe sich nicht an Absprachen gehalten. Die Reaktion des Verbands FPF folgte prompt, fiel jedoch erstaunlich milde aus. 255 Euro muss der Superstar zahlen, da er gegen die Disziplinarordnung verstoßen hatte – eine Summe, die angesichts seines astronomischen Gehalts in Saudi-Arabien eher symbolischen Charakter hat.
Kritiker bezeichneten diese Sanktion in Kombination mit einer 30-tägigen Sperre, die fast vollständig in die länderspielfreie Zeit fällt, als "lächerlich". Ronaldo hatte sich zuvor für sein Verhalten entschuldigt.



