Wie der kicker berichtet, ist der deutsche Schlussmann, der noch beim SC Freiburg unter Vertrag steht, "längst unzufrieden" mit dem Vorgehen von Epic Sports. Die Berater-Agentur des allseits bekannten und skurrilen Ali Barat habe den 24-Jährigen "auch durch drei attraktive Wenn-dann-Szenarien heiß gemacht und bei Laune gehalten".
Demnach hätten die Berater Atubolu suggeriert, unter anderem bei Borussia Dortmund, AC Milan und Aston Villa ein heißer Transferkandidat zu sein, sollte bei den jeweiligen Klubs die etatmäßige Nummer eins wechseln.
Beim BVB ist das Gregor Kobel. Um den Schweizer hatte es zwar im vergangenen Sommer durchaus konkrete Abschiedsgerüchte gegeben, diese kühlten aber vor und während der Spielzeit 2025/26 eigentlich vollständig ab. Der kicker ergänzt dennoch, dass Atubolu in Dortmund tatsächlich für den Fall eines plötzlichen Kobel-Abschieds "hoch im Kurs" gestanden habe.
Noah Atubolu im Transfer-Dilemma: Beim SC Freiburg droht ihm die Tribüne
Da dieser Fall aber nicht eintreten wird und auch bei Aston Villa und Milan die Stammkeeper Emiliano Martinez und Mike Maignan bleiben, waren die von den Beratern suggerierten Interessenten eigentlich nie echte Optionen.
Wie geht es mit Atubolu nun weiter? Im Breisgau hat der deutsche Keeper, der unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp auf seine Chance in der A-Nationalmannschaft hofft, keine Zukunft mehr. Nachdem Atubolu die Klubverantwortlichen zum Ende der vergangenen Saison über seinen Wechselwunsch informiert und eine Vertragsverlängerung abgelehnt hatte, holten die Freiburger in Mio Backhaus von Werder Bremen sofort einen kostspieligen Ersatz. Mit einer Ablösesumme in Höhe von zwölf Millionen Euro ist Backhaus sogar der teuerste Neuzugang der Klubgeschichte.
Atubolu-Transfer: Vier Klubs angeblich noch im Rennen
Atubolus Vertrag beim SCF läuft 2027 aus, der Bundesligist verlange laut kicker 15 bis 20 Millionen Euro im Falle eines konkreten Interesses. Das soll es nach dem Abgang von Geronimo Rulli zu Manchester City mittlerweile von Olympique Marseille geben. Allerdings sei der französische Traditionsklub zuletzt mit einem deutlich zu niedrigen Angebot zunächst abgeblitzt. Eine zweite Offerte soll zeitnah folgen.
Auch dem AFC Bournemotuh aus der Premier League, der SSC Neapel und Juventus Turin wird Interesse an einer Atubolu-Verpflichtung nachgesagt. Die drei Klubs seien laut kicker aber noch nicht mit einem konkreten Angebot im Breisgau vorstellig geworden sein.
Mittlerweile ist Atubolu nach einer langen Zeit mit individuellen Einheiten auch ins Mannschaftstraining der Freiburger zurückgekehrt. Am kommenden Wochenende startet in England, Italien und Frankreich der Ligabetrieb. Der Zeitdruck auf Atubolu und seine Berater wächst also weiter.


