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Special: Elf unbeliebte Fußballer

Berlin. Sie setzen Reizpunkte, sie sorgen für Gesprächsstoff und solange sie nicht im eigenen Verein spielen, begegnet man ihnen mit tiefster Abneigung: Fußballer, die beim gegnerischen Anhang nicht beliebt sind, gibt es viele. Manche genießen selbst bei den eigenen Fans nur wenige Sympathien. Wir stellen Euch elf besonders unbeliebte Exemplare vor:

11. Jürgen Klinsmann

Schmutzigster Moment:
Eine Serie erstklassiger Schwalben bei der Weltmeisterschaft 1990

Zur Persona non Grata in Argentinien wurde Klinsmann während des WM-Endspiels 1990: Mit seiner Schwalbe provozierte er die rote Karte gegen „Albiceleste“-Verteidiger Pedro Monzon. Der Ruf eines Schwalbenkönigs eilte ihm auch vier Jahre später noch voraus, als er vom AS Monaco zu Tottenham Hotspur wechselte. Klinsmann reagierte auf sein Image mit einer gehörigen Portion Galgenhumor: Sein erstes Tor für die „Spurs“ feierte er mit einer demonstrativen Schwalbe und der „Diver“-Jubel war geboren. Klinsmann eroberte die Herzen der Tottenham-Fans im Sturm, der Rest Englands stand ihm jedoch weiterhin, vorsichtig ausgedrückt, skeptisch gegenüber.



10. Claudio Gentile

Schmutzigster Moment:
Knüppelharte Verteidigung gegen Diego Maradona bei der WM 1982

Italienische Nationalmannschaften haben nicht nur den Ruf, taktisch ungeheuer diszipliniert zu sein, sondern gegnerische Fans werfen ihnen vor, mit allen Mitteln für den Erfolg zu kämpfen. Abwehrrecke Claudio Gentile wurde in den 1980er Jahren zum Synonym für diese Spielweise. Der kompromisslose Verteidiger traf mit den „Azzurri“ in der Gruppenphase der WM 1982 auf Argentinien. Gentile nahm Superstar Diego Maradona dabei vollkommen aus dem Spiel. Taktische Fouls, Trikotzupfer, Kratzen und jede Menge netter Worte, der langjährige Verteidiger von Juventus Turin zeigte in jenem Spiel sein gesamtes Repertoire. Bemerkenswerterweise sah Gentile in seiner Laufbahn nur einmal die rote Karte. Dennoch war er bei seinen Gegenspielern der unbeliebteste Abwehrspieler seiner Zeit.
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9. Gary Neville

Schmutzigster Moment:
Unbändiger Jubel vor den Liverpooler Fans nach dem Last-Minute-Siegtreffer von Manchester United gegen den Erzrivalen in „Old Trafford“ 2006

Gary Neville verkörpert wie kaum ein Zweiter den Geist seines Trainers Sir Alex Ferguson auf dem Spielfeld. Der Rechtsverteidiger verbrachte seine gesamte Laufbahn bei Manchester United bearbeitet seine Gegenspieler 90 Minuten lang und ist sich nicht zu fein, auch mal die Blutgrätsche auszupacken. Nach Siegen Liverpool oder Manchester City jubelt Neville gern und ausgiebig vor dem gegnerischen Anhang. Der 35-jährige zählt damit zu den unbeliebtesten Spielern der Premier League. Daran ändern auch seine großen Erfolge und 85 Länderspiele für die „Three Lions“ nichts.
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8. Cristiano Ronaldo

Schmutzigster Moment:
Das Fordern der roten Karte für Wayne Rooney im Viertelfinale der WM 2006

Während Lionel Messi allseits bewundert und anerkannt wird, genießt der ebenso talentierte Cristiano Ronaldo einen zweifelhaften Ruf. Der portugiesische Dribbelkünstler schwankt zwischen atemberaubenden Dribblings und sehenswerten Tore auf der einen, sowie schier grenzenloser Theatralik auf der anderen Seite. Bei der WM 2006 forderte er im WM-Viertelfinale ausgerechnet gegen England für seinen Klubkameraden Wayne Rooney die rote Karte und wurde damit endgültig zum „Staatsfeind Nummer eins“ auf der Insel. Buh-Rufe und Pfiffe begleiteten jeden seiner Ballkontakte im Dress der „Red Devils“ bis zu seinem Rekordtransfer zu Real Madrid 2009.
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7. Diego Maradona

Schmutzigster Moment:
Die Hand Gottes

Nie zuvor gab es einen Spieler der in diesem Maße zwischen Genie und Wahnsinn pendelte. Diego Maradona war mit schier unglaublichem Talent gesegnet. Dies war ihm durchaus auch bewusst und dementsprechend verhielt sich der offensive Mittelfeldspieler auch auf und abseits des Spielfelds. Im Viertelfinale der WM 1986 bugsierte er das Leder gegen England mit der Faust über die Linie und sinnierte später, dies sei die „Hand Gottes“ gewesen. Im selben Spiel gelang ihm übrigens sein famoses Tor nach einem Sololauf über den halben Platz, das die FIFA zum besten Tor aller Zeiten kürte.
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6. Patrick Vieira

Schmutzigster Moment:
Platzverweise in seinen ersten beiden Spielen der Saison 2000/2001

Arsenal London genießt den Ruf, wunderschönen Fußball zu spielen. Mit dem knallharten Mittelfeldspieler Patrick Vieira ergänzte Trainer Arsène Wenger seine Mannschaft um einen ganz wichtigen Mosaikstein, denn mit dem Franzosen als Führungsspieler fuhren die „Gunners“ endlich auch Titel ein. Vieira lieferte sich unvergessene Duelle mit Manchester Uniteds „Enfant terrible“ Roy Keane. Platzverweise stehen beim aktuellen Profi von Manchester City an der Tagesordnung. Insgesamt durfte der Ex-Spieler von Cannes, dem AC Mailand, Juventus und Inter Mailand 16 Mal vorzeitig unter die Dusche.
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5. Graeme Souness

Schmutzigster Moment:
Rote Karte nach einem bösartigen Foul bei seinem Debüt für die Rangers nach nur 34 Minuten

Mit dem FC Liverpool gewann der schottische Mittelfeldspieler alle Titel, die es zu gewinnen gibt: Er holte unter anderem drei Mal den Europapokal der Landesmeister und fünf englische Meisterschaften. Dabei war Souness als kompromissloser Mittelfeldstratege ein Schlüssel für den Erfolg der „Reds“. Dem heute vereinslosen Trainer verdanken viele Spieler Narben und unschöne Erinnerungen, denn Tritte auf Kniehöhe und grenzwertige Foulspiele leistete er sich in hoher Regelmäßigkeit.
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4. Billy Bremner

Schmutzigster Moment:
Ein handfester Streit mit Kenny Dalglish während eines Wohltätigkeitsspiels 1974

Bremner ist eine Ikone bei Leeds United: Der Mittelfeldspieler absolvierte in 17 Jahren für den Klub 587 Spiele, dabei erzielte er 90 Tore. Bremner zu Ehren steht eine Statue von ihm in Jubelpose vor dem Stadion von United. Außerhalb seines Klubs waren die Sympathien für den Schotten allerdings rar gesät. Bremner leistete sich in seiner Laufbahn eine ganze Reihe bösartiger Foulspiele und nutzte jede Gelegenheit seine Gegner zu beschimpfen und sich mit dem Unparteiischen anzulegen.
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3. Mark van Bommel

Schmutzigster Moment:
Vier schlimme Fouls im WM-Finale 2010

Die Niederländer schafften es bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft ins Finale. Die wahre Überraschung dabei war aber, dass Mark von Bommel im gesamten Turnier nicht vom Platz flog. Im Endspiel leistete er sich vier Foulspiele, bei denen er sich jeweils nicht über einen Platzverweis hätte beschweren dürfen. Besonders der Tritt gegen Spaniens Andres Iniesta bleibt im Gedächtnis. In der Bundesliga gibt es wenige Spieler, die unbeliebter sind, als der zentrale Mittelfeldspieler, den Ottmar Hitzfeld einst als seinen „Aggressiv-Leader“ bezeichnete.
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2. Stefan Effenberg

Schmutzigster Moment:
„Stinkefinger“ bei der WM 1994

„Effe“ war das Herz des FC Bayern beim Champions-League-Triumph der Münchener im Jahr 2001. Er war auf und außerhalb des Platzes immer für einen Ausraster gut. 1994 musste er die Weltmeisterschaft in den USA vorzeitig verlassen, nachdem er den eigenen Fans den „Stinkefinger“ gezeigt hatte. Privat sorgte er für Aufsehen, als er seinem Mannschaftskameraden Thomas Strunz die Frau ausspannte.
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1. Marco Materazzi

Schmutzigster Moment: Der Kopfstoß von Zinedine Zidane im WM-Finale 2006

Nur Wenige bekommen es hin, einen Kopfstoß hinzunehmen und dennoch der Schuldige zu sein. Für „Matrix“ ist das aber kein Problem. Materazzi ist ein Albtraum für seine Gegenspieler. In seiner zeit beim FC Everton schaffte er es, in einer Saison vier Mal vom Platz zu fliegen. Von seinen, teils brutalen, Fouls kursieren mittlerweile schon „Best-Of“-Videos im Netz. Seinen Höhepunkt erreichte Materazzi, als er im WM-Finale zunächst den Ausgleich schoss, dann Zinedine Zidanes Platzverweis mit derben Beleidigungen provozierte und schließlich im Elfmeterschießen vom Punkt traf.
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