Die 20 in Verbindung mit den blutigen Ausschreitungen von Marseille festgesetzten Russen werden am Samstag ausgewiesen. Das teilten die französischen Behörden am Freitag mit.
Insgesamt hatte die Polizei 43 russische Staatsbürger in Gewahrsam genommen. Alle wurden zunächst verdächtigt, am zweiten Tag der Fußball-EM (11. Juni) mit für die Unruhen rund um das Spiel zwischen Russland und England verantwortlich gewesen zu sein.
Drei der 43 wurden im Schnellverfahren zu ein- bis zweijährigen Haftstrafen verurteilt. Die 28 bis 33 Jahre alten Täter müssen für 12, 18 und 24 Monate ins Gefängnis. Zudem wurde gegen alle ein anschließendes, zweijähriges Einreiseverbot verhängt.
Am Donnerstagabend betonte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dass die Festnahmen auch dank der Zusammenarbeit mit russischen Behörden erfolgt seien. 20 wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.
Zu den 20, die Frankreich am Samstag vom Flughafen Nizza Richtung Moskau verlassen müssen, gehört auch Alexander Schprygin, Gründer einer sehr zweifelhaften Fan-Vereinigung und in der Vergangenheit unter anderem mit dem Hitler-Gruß aufgefallen. Der Rechtsaktivist war laut Medienberichten mit einer offiziellen Akkreditierung des Verbandes durch Frankreich gereist.


