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Ole BookGetty Images

Schlechte Nachricht für Borussia Dortmund? Angeblicher BVB-Kandidat wird diesen Sommer nicht wechseln

Borussia Dortmund muss sein angebliches Interesse an Rechtsverteidiger Elias Baum von Eintracht Frankfurt nicht weiter verfolgen.

Adi Hütter, neuer Trainer der SGE, schob einem Wechsel von Baum in diesem Sommer nun endgültig einen Riegel vor. "Er bleibt hier", betonte Hütter nach Frankfurts 1:0-Testspielsieg bei Drittligist Waldhof Mannheim am Samstag. "Er ist ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Und so einem jungen Spieler muss man dann auch die Chance geben, wenn er die entsprechende Qualität hat - und die hat er."

Baum, der vergangene Saison in Frankfurt kaum zum Zug kam, war in den letzten Wochen mit mehreren Vereinen in Verbindung gebracht worden. Der Hamburger SV soll nachhaltig angeklopft haben, auch in Dortmund war Baum offenbar Thema. Vor einigen Tagen hatte Sky berichtet, dass BVB-Sportdirektor Ole Book den 20-Jährigen als mögliche Neuverpflichtung vorgeschlagen habe. Konkrete Bemühungen um den Frankfurter kann sich die Borussia nach Hütters Ansage nun aber sparen.

Der Österreicher, der die Eintracht schon von 2018 bis 2021 trainiert hatte und nun zurückkehrte, ist von den Eindrücken, die Baum in der bisherigen Vorbereitung hinterlassen hat, vollends überzeugt. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mir mein eigenes Bild über ihn machen möchte", betonte Hütter und spielte damit auf die zuletzt schwierige Situation des Youngsters bei den Hessen an.

Elias Baum kam vergangene Saison bei Eintracht Frankfurt nur auf 71 Einsatzminuten

Baum stammt aus dem Nachwuchs der SGE und erhoffte sich schon in der zurückliegenden Saison viel Spielzeit, nachdem eine Leihe an die SV Elversberg 2024/25 sehr gut verlaufen war. Aus der gemeinsamen Zeit im Saarland kennt auch Book, der im März aus Elversberg nach Dortmund wechselte, Baum bestens. Für den damaligen Zweitligisten, der im Mai sensationell den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, hatte der gebürtige Frankfurter konstant überzeugt, in insgesamt 37 Einsätzen für Elversberg kam Baum auf drei Tore und acht Assists.

Zurück bei der Eintracht lief es in der abgelaufenen Saison dann aber überhaupt nicht gut für Baum, weil weder Dino Toppmöller noch dessen Nachfolger Albert Riera auf ihn setzten. Von Verletzungsproblemen zusätzlich ausgebremst standen letztlich gerade einmal 71 Einsatzminuten verteilt auf fünf Pflichtspiele zu Buche.

Germany U21 v Latvia U21 - 2025 UEFA European Under-21 Championship QualifierGetty Images

Unter Hütter könnte Baum nun aber mit Verspätung die wichtige Rolle einnehmen, die er sich erhofft. In den bisherigen Testspielen durfte der deutsche U21-Nationalspieler stets als rechter Part der Viererkette beginnen, Hütter schätzt vor allem seine Dynamik und Geradlinigkeit. Die Chancen stehen gut, dass Baum auch zum Pflichtspielstart am 21. August im DFB-Pokal bei Oberligist SC St. Tönis sowie beim Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin acht Tage später in Frankfurts Startelf aufgeboten wird.

Wird BVB-Kandidat Elias Baum Thema im DFB-Team?

Der Abwehrmann, dessen Vertrag noch bis 2028 datiert ist, fühlt sich im vom Hütter präferierten Spielstil mit Viererkette indes sehr wohl. "Ich kann die Außenlinie beackern, nach vorne und nach hinten. Genau das liebe ich, das ist mein Spielstil und spielt mir in die Karten", erklärte er kürzlich auf dem vereinseigenen YouTube-Kanal. Unter Beweis stellt er seine Qualitäten nicht zuletzt in Mannheim am Samstag, als er den Assist für den Frankfurter Siegtreffer durch Jonathan Burkardt lieferte.

Verbunden mit einem möglichen Aufschwung bei der Eintracht könnte Baum auch eine Rückkehr in die U21-Nationalmannschaft winken, mit der er nächsten Sommer die EM in Albanien und Serbien spielen will. Bisher hat er vier U21-Länderspiele absolviert, seit September vergangenen Jahres war er allerdings nicht mehr nominiert worden.

Mittelfristig gilt Baum derweil auch als potenzieller Kandidat für den Neuaufbau in der A-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. Der hatte Neulingen bei seiner Antrittspressekonferenz explizit die Tür geöffnet, Baum würde mit seiner intensiven Spielart gut zu Klopps Fußball passen - und Deutschland hat bekanntlich aktuell kein Überangebot an erstklassigen Rechtsverteidigern.

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (35 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft. 

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