Rom, Neapel, Mailand: Wer durchbricht Juves Dominanz?

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Jahr für Jahr sichert sich Juventus den Titel in der Serie A. Mit dem bevorstehenden Kaderumbruch könnte sich die Lage jedoch verändern.

HINTERGRUND

In Italien ist die Meisterschaft für viele Experten vor Saisonbeginn bereits entschieden. Juventus Turin ist die dominante Mannschaft der italienischen Serie A . Die Konkurrenz hatte im Kampf  um den begehrten Scudetto in den letzten Jahren immer das Nachsehen.

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Die Zukunft weckt jedoch Hoffnungen - wenn die neureichen Mailänder Klubs ihr Geld richtig investieren, Neapel und der AS Rom sich punktuell verstärken und mehr Konstanz an den Tag legen.

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Sechsmal in Folge konnte sich Juventus zuletzt den Meistertitel in Italien sichern. Ein Erfolgslauf der in Europa seinesgleichen sucht. In den letzten Jahren war die Meisterschaft früh entschieden, da die zwei größten Verfolger, Neapel und Rom, ihre Chancen stets ungenutzt ließen.

Ein entscheidender Faktor ist die finanzielle Kraft, die für den italienischen Serienmeister spricht. Um die Erfolge weiterhin bestätigen zu können, bedient man sich gerne bei den schärfsten Verfolgern. So wurden unter anderem Gonzalo Higuain (Napoli) und Miralem Pjanic (Rom) zur Alten Dame gelotst. Für den Bosnier überwiesen die Turiner 32 Millionen Euro Ablöse in die Ewige Stadt. Für Higuain legte man sogar satte 90 Millionen auf den Tisch, 45 Millionen davon sind in diesem Sommer noch fällig.

Es liegt nun an Neapel und Rom, diese Abgänge mit dem dafür erhaltenen Geld zu kompensieren. So verpflichteten die Sizilianer unter anderem mit Arkadiusz Milik von Ajax Amsterdam einen guten Ersatz, der aber, auch aufgrund seiner schweren Knieverletzung, noch Zeit benötigt, um die Lücke von Higuain zu schließen.

Umbruch steht bevor

Für die Zukunft werden wohl noch weitere Neuverpflichtungen bei den Bianconeri nötig sein, immerhin sind elf Spieler des aktuellen Kaders bereits 30 Jahre oder älter. Besonders die Torhüterposition könnte in den folgenden Jahren neu besetzt werden. Gianluigi Buffon nähert sich mit seinen 39 Jahren dem Karriereende mit großen Schritten. Als Nachfolger wird häufig Milan-Torhüter Gianluigi Donnarumma genannt. Doch ob die ambitionierten Mailänder ihr Talent ziehen lassen, darf bezweifelt werden.

Immerhin wurden die Rossoneri im April an einen chinesischen Elektronik-Konzern verkauft. Damit erhält der ehemalige Champions-League-Sieger neue Millionen-Argumente, um auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Zuletzt wurde Dortmund-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang bei den Mailändern gehandelt. Für den Gabuner wäre es eine Rückkehr zu alter Wirkungsstätte, spielte er doch in der Milan-Jugend. Damals noch zu weitaus erfolgreicheren Zeiten des Traditionsklubs.

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Auch der zweite Klub aus der Modemetropole, Inter Mailand, wird von einem chinesischen Investor mit Geld versorgt.  Im vergangenen Sommer wollten die Schwarz-Blauen mit 125 Millionen Euro der Mannschaft ein neues Gesicht verpassen. Doch der sportliche Erfolg blieb auch in dieser Saison aus. Zwei Trainerentlassungen später stehen die Nerrazuri zwar in der oberen Tabellenhälfte, haben jedoch mit den internationalen Plätzen nichts zu tun.

Die Zukunft wird zeigen, wie Juventus mit dem drohenden Umbruch umgehen wird – und ob die Konkurrenz bereit sein wird, mögliche Altersschwächen der Alten Dame gnadenlos auszunutzen.

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