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imago-sport-1082270980.jpgJan Huebner

"Nicht zufriedenstellend": BVB muss deutlichen Rückschlag hinnehmen

Borussia Dortmund hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 rote Zahlen gemeldet, wie der Bundesligist in seinem Finanzbericht bekannt gab. Der BVB verbuchte in der abgelaufenen Saison demnach einen Nettoverlust von 21,7 Millionen Euro, nachdem in der vorherigen Periode noch ein Überschuss von 6,5 Millionen Euro erwirtschaftet worden war. Die BVB-Führung um ihren Sprecher Carsten Cramer bezog im Grußwort der Bilanz klar Stellung zu dieser Entwicklung: Der Jahresfehlbetrag "ist für uns nicht zufriedenstellend".

Neben dem negativen Ergebnis ging auch der Gesamtumsatz der Schwarz-Gelben deutlich zurück. Die Erlöse schrumpften um 12,5 Prozent von 526 Millionen Euro auf 460,5 Millionen Euro. Der gravierendste Einbruch geschah im Bereich der medialen Verwertungsrechte: Die Fernsehgelder fielen von 103,4 Millionen Euro auf 72,1 Millionen Euro.

Verantwortlich für das Minus ist primär das frühzeitige Ausscheiden aus den Pokalwettbewerben. In der Champions League verpasste die Mannschaft das angestrebte Viertelfinale deutlich und strich bereits in den Playoffs gegen Atalanta Bergamo die Segel. Auch im DFB-Pokal wich das Ergebnis von den kalkulierten Vorstellungen der Verantwortlichen ab, da im Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen das vorzeitige Aus folgte.

Zusätzlich beeinflusste der Abrechnungsmodus der Klub-Weltmeisterschaft vom Sommer 2025 die Bilanz. Die Einnahmen aus diesem Turnier verteilten sich auf zwei Bilanzjahre, wobei der Bärenanteil von 33,9 Millionen Euro der Spielzeit 2024/25 zugerechnet wurde, während für 2025/26 lediglich 11,2 Millionen Euro verbucht werden konnten.

FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-LEVERKUSENGetty Images

BVB-Ergebnis auf dem Transfermarkt stieg

Trotz des Einnahmenrückgangs konnte der Verein zumindest auf dem Transfermarkt positive Zahlen ausweisen - hier stieg das Ergebnis um 21,4 Millionen Euro auf 59,3 Millionen Euro an. Diese Erträge reichten allerdings nicht aus, um die Mindereinnahmen aus dem Spielbetrieb vollständig zu kompensieren.

Die Vereinsführung strebt hier eine grundlegende Kurskorrektur an: "Unser Ziel ist es, Borussia Dortmund unabhängiger von Transfererlösen aufzustellen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu stärken", heißt es dazu im Jahresbericht.

Dennoch wähnt sich die Führungsriege des BVB weiterhin auf einem soliden finanziellen Fundament. Cramer unterstrich die Belastbarkeit und sagte: "Was aber wichtig ist: Borussia Dortmund bleibt kerngesund. Unser Eigenkapital liegt weiterhin bei rund 300 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote übersteigt 50 Prozent, und wir haben weder neue Finanzschulden aufgenommen noch Kontokorrentkreditlinien in Anspruch nehmen müssen."

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (35 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft. 

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