"Das haben wir jetzt echt gesehen, dass er ein wunderbarer Fußballer ist", sagte der neue Bundestrainer über den 22 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler vom FC Celtic, der beim 2:0-Sieg am Donnerstagabend in München in der 77. Minute für den starken Tom Bischof eingewechselt wurde.
Anschließend bemühte Klopp gar einen ganz großen Vergleich und deutete an, dass Baur seiner Meinung nach auf den Spuren von Vitinha von Paris Saint-Germain unterwegs sei.
"Es gibt bei einem mehrmaligen Champions-League-Sieger einen Spieler, an den er mich ständig erinnert. Nicht nur optisch, sondern auch von der ganzen Veranlagung", stellte Klopp fest. Wie der portugiesische Strippenzieher im PSG-Mittelfeld hat auch Baur schwarze, lockige Haare und ist wie Vitinha nicht groß gewachsen.
Klopp schwärmt von Baur bei Celtic: "Schon sehr speziell"
Baur selbst sprach nach Abpfiff im ZDF von einem "surrealen" Moment, als sich mit seiner Einwechslung der Traum von der Nationalmannschaft erfüllte. Noch in der vergangenen Saison spielte er für den SC Paderborn in der 2. Liga und schaffte mit den Ostwestfalen den Aufstieg in die Bundesliga. Im Sommer klopfte dann Celtic an und Baur wechselte überraschend für satte sechs Millionen Euro nach Schottland.
Ein bemerkenswerter Schritt, wie Klopp nun anmerkte, schließlich sei die schottische Premiership "die fieseste Liga der Welt" und "sich da mit dieser physischen Voraussetzung durchzusetzen und sich das anzutun, das ist schon sehr speziell".
In Glasgow ist Baur seit seiner Ankunft gesetzt, erzielte Anfang September sogar sein erstes Tor für seinen Arbeitgeber. Allerdings erlebte der 22-Jährige auch schon heftige Tiefschläge in seiner neuen Heimat. Gegen den LASK verspielte Celtic eine 3:0-Führung aus dem Hinspiel, verlor das Rückspiel mit 1:5 und verpasste somit den Sprung in die Champions League. Auf nationaler Ebene setzte es derweil schon zwei denkwürdige Pleiten gegen den Erzrivalen. Die Rangers schlugen Celtic sowohl in der Liga (0:1), als auch im Pokal-Viertelfinale (0:3).
Dennoch schwärmte auch Celtic-Trainer Martin O'Neil schon von seinem neuen Schützling. "Er ist ein Spieler mit hervorragenden Anlagen und großartiger Technik. Mika wird eine wichtige Rolle bei unserem Spielaufbau einnehmen und ist zudem sehr vielseitig einsetzbar."
Getty Images
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