Es war die Woche der Social-Media-Comebacks und -Abschiede in der Ligue 1.
Zweifelsohne war dabei die größte News, dass Neymar bekanntgab, nicht länger auf Krücken gehen zu müssen.
Der brasilianische Superstar, der vielleicht sogar noch in dieser Saison für Paris Saint-Germain auf den Platz zurückkehrt, ist auf dem besten Wege, bei der Weltmeisterschaft wieder so fit wie möglich zu sein. Es bestehen nur wenige Zweifel, dass Neymar sein großes Ziel erreichen wird.
"Auf Nimmerwiedersehen, Krücken", sagte der 26-Jährige.
PSG mühte sich am Sonntagabend zu einem 1:0-Arbeitssieg bei Girondins Bordeaux. Giovani Lo Celso erzielte für die Hauptstädter den einzigen Treffer des Spiels, wobei Keeper Alphonse Areola zum eigentlichen Matchwinner avancierte. Der Franzose zeigte nämlich etliche herausragende Paraden, als es noch 0:0 stand.
Dani Alves durfte gegen Bordeaux wieder über die volle Distanz ran, nachdem er im Halbfinale des Coupe de France am Mittwoch erst in der 88. Minute eingewechselt worden war. Bei SM Caen siegten die Pariser mit 3:1, Alves steuerte in seiner Rolle als Joker immerhin noch eine Vorlage bei. Im Finale trifft PSG auf den Drittligisten Les Herbiers. Bei Instagram zeigte sich der Brasilianer wieder einmal bestens gelaunt.
"Sei niemals abgelenkt, wenn Du mit Good Crazy leben musst, sonst passieren solche Dinge", scherzte der Außenverteidiger.
Kylian Mbappe kann das wohl beurteilen, wurde er doch vom ehemaligen Barca-Profi während der Titel-Feierlichkeiten am vergangenen Wochenende "geduscht". Dass er sich im Anschluss in den sozialen Medien zeigte, mag Zufall sein - oder eben eine Huldigung an den klubeigenen Fotografen Julien Scussel.
Der Youngster scheint jedenfalls mit dem Ergebnis zufrieden zu sein.
Während das Rennen um die französische Krone längst entschieden ist, streiten sich gleich mehrere Teams um die beiden verbliebenen Champions-League-Ränge. Vor allem Olympique Lyon und Marseille zeigen sich auf den letzten Metern extrem formstark, Monaco hingegen musste eine herbe Pleite hinnehmen.
Aktuell ist wohl kaum jemand in der Ligue 1 so sehr on fire wie Memphis Depay, der beim 5:2-Schützenfest über Dijon am Freitag den Torreigen eröffnete.
"Ihr alle wisst, wen ich repräsentiere. Großartiger Sieg heute", postete der Niederländer.
Um die Marseille-Stars Dimitri Payet und Florian Thauvin blieb es in den sozialen Netzwerken diesmal ruhig. Vielleicht auch, weil die beiden Offensivkünstler beim lockeren 5:1-Sieg über Lille nicht auf dem Platz standen.
Ein Ergebnis, das den angeschlagenen Monegassen gar nicht gepasst haben dürfte. Sie selbst unterlagen zudem mit 1:3 in Guingamp, was den Vorsprung auf die beiden Olympiques auf einen Zähler schmelzen ließ.
Auch hinter den Champions-League-Plätzen geht es hoch her. Saint-Etienne und Nizza haben aktuell im Kampf um eine Teilnahme in der Europa League die Nase vorn.
Das 1:0 über Montpellier am Sonntag sorgte beim Team von Trainer Lucien Favre zwar für großen Jubel. Allerdings müssen sich die Südfranzosen langsam aber sicher damit anfreunden, dass Mario Balotelli ihnen nach der Saison den Rücken kehren wird.
Der Italiener, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, wird mit einem Abgang in Verbindung gebracht - und befeuerte dahingehende Gerüchte selbst mit einem Instagram-Post.
"Es waren zwei wunderbare Jahre. Danke an alle ... . Wir haben noch fünf Spiele vor der Brust", schrieb er und schob nach: "Das ist - Stand jetzt - kein Abschied ... . Man weiß nie, was die Zukunft bringt. Ich wollte mich nur jetzt einfach mal bedanken."
Unter der Woche hatte der Angreifer noch eine Fotomontage gepostet, die ihn in der berümten Szene von Titanic zeigt, wie er anstelle von Kate Winslet mit Leonardo Di Caprio an der Reling steht.
Das größte Geschenk, das Balotelli seinem Verein aber noch machen könnte, wäre, ihm einen Platz im Europapokal zu sichern.
