Der belgische U21-Nationalspieler Nathan de Cat von der TSG Hoffenheim hat der Bild erklärt, weshalb er Angebote von offenbar interessierten Topklubs wie Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart ausgeschlagen hat. Für eine Ablösesumme von 17 Millionen Euro zuzüglich etwaiger Bonuszahlungen entschied sich der 18-jährige Mittelfeldspieler im vergangenen Sommer für den Wechsel vom belgischen Erstligisten RSC Anderlecht in den Kraichgau.
"Die handelnden Personen hier waren extrem wichtig für mich. Und natürlich die Aussicht auf Spielzeit. Für einen jungen Spieler ist es das Wichtigste, so viele Minuten wie möglich zu sammeln", begründet de Cat, der unter anderem beim BVB und Stuttgart gehandelt wurde, seine Absage an die namhafte Konkurrenz.
"Ich finde, man muss zur richtigen Zeit die richtigen Leute und den richtigen nächsten Schritt wählen. Hoffenheim war für mich schlichtweg die beste Option. Und warum sollte ich nicht irgendwann mit Hoffenheim in der Champions League spielen? (schmunzelt)", begründete de Cat.
IMAGONathan de Cat: Von Brüssel in die Provinz
Die vielen Spekulationen im Sommer mit den im Raum stehenden Millionensummen haben den Belgier, dessen Marktwert mittlerweile bei über 25 Millionen Euro liegt, nicht aus der Ruhe gebracht. "Ehrlich gesagt interessiert mich diese Zahl nicht wirklich. Ich möchte einfach nur Fußball spielen und die Zeit mit meinen Mitspielern genießen", sagte de Cat und führte aus: "Natürlich spürt man in meinem Alter auch mal Druck, den gibt es im Fußball immer. Aber wie gesagt: Ich möchte einfach Spaß haben. Fußball ist ein großer Teil meines Lebens, aber am Ende des Tages bleibt es einfach nur ein Spiel."
De Cat ist mit seinem Vater in den Kraichgau gewechselt, beide bilden nun eine Wohngemeinschaft. Das spielt für die Eingewöhnung des Junioren-Nationalspielers eine zentrale Rolle. "Ich wohne zusammen mit meinem Vater in einem Haus in Nußloch. Ich denke, dass er auf jeden Fall das erste Jahr hier bei mir bleiben wird, und dann schauen wir weiter. Es hilft mir sehr dabei, mich einzuleben", sagte er.
Die Beschaulichkeit der Region sieht er, der zuvor in der Millionenstadt Brüssel lebte, als Vorteil. "Hier ist es wirklich sehr ruhig, auch die Menschen sind total entspannt. Als Fußballer kann man einfach spazieren gehen, ohne dass einen ständig jemand bemerkt. Das gefällt mir wirklich sehr gut. Es gibt Spieler, die wollen auf der Straße nach Fotos gefragt werden. Aber für mich ist diese Ruhe hier einfach perfekt", sagte de Cat, der bislang vier Pflichtspiele für Hoffenheim bestritt, zuletzt in der Bundesliga aber zweimal in Folge ohne Einsatz blieb.

