Beim FC Barcelona steht Ronald Araujo unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Liverpool. Nun hat sich Trainer Hansi Flick zum Abgang des Innenverteidigers geäußert. Nach der 0:1-Niederlage im Testspiel gegen Udinese Calcio nahm der deutsche Übungsleiter kein Blatt vor den Mund und stellte die Beweggründe für das Aus des 27-Jährigen klar.
"Er ist ein großartiger Kerl und ein fantastischer Spieler. Aber sein Spielstil ist nicht das, was ich bevorzuge", erklärte Flick. Der Ex-Bundestrainer gab offen zu, dass er für den robusten Zweikämpfer zuletzt kaum noch Verwendung in seinem taktischen System fand.
Zudem sparte Flick nicht an feiner Kritik: "Er hat sich von früheren Fehlern beeinflussen lassen." Gleichwohl gab er Araujo versöhnliche Worte mit auf den Weg und betonte, ihm für die Zukunft nur das Beste zu wünschen.
Getty ImagesRonald Araujo wechselt zum FC Liverpool inklusive Kaufoption
Nach acht Jahren und etlichen Pokalen schließt sich der uruguayische Nationalspieler zunächst auf Leihbasis für ein Jahr dem FC Liverpool an. Für den anschließenden Sommer haben sich die Reds zudem eine Kaufoption in Höhe von 55 Millionen Euro gesichert.
Die Ausbootung von Araujo ist das neueste Kapitel einer umtriebigen Transferperiode der Spanier. "Veränderungen im Leben und im Fußball sind normal. Es gibt gerade viel Lärm. Wir wissen aber, was wir wollen. Wir wollen das Team verbessern. Wir sind ruhig", bewertete Flick die aktuelle Lage.
Hinter den Kulissen fungiert der Coach als treibende Kraft dieses Kurswechsels. Der 59-Jährige scheut sich nicht davor, auch etablierte Größen vor die Tür zu setzen, um Platz für die nächste Generation zu schaffen.
Getty ImagesWelche Spieler verließen den FC Barcelona bislang?
"Wir mussten einige schwierige Entscheidungen treffen. Ich habe [dem Klub] dazu geraten. Alle Teams müssen sich verändern. Wir müssen Platz für junge Spieler schaffen", begründete Flick.
Der Abschied Araujos passt in diese Strategie, der zuvor bereits Robert Lewandowski, Marc-Andre ter Stegen sowie Marcus Rashford zum Opfer fielen. Mit Weltmeister Ferran Torres, den es zu Paris Saint-Germain zieht, steht der nächste prominente Name bereits auf der Abgangsliste.




