Fink kennt den Neuzugang der Schwarzgelben aus der gemeinsamen Zeit beim belgischen Erstligisten KRC Genk. Der ehemalige deutsche Nationalspieler stand dort von Juni 2024 bis Dezember 2025 als Trainer an der Seitenlinie, Karetsas wiederum stammt aus der Jugend des Vereins.
"Er ist eine kleine Zaubermaus, ein sehr kreativer Mittelfeldspieler mit super Dribblings. In einer Ballbesitzmannschaft wie Dortmund wird er damit sehr viel erreichen können, das passt gut. Da kann er richtig Spaß machen, wenn er seine Freiheiten bekommt", urteilte Fink über die Neuverpflichtung des BVB.
Gleichwohl sei der Grieche mit seinen erst 18 Jahren noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. "Er kann und muss noch besser werden, noch viel lernen", analysierte Fink seinen ehemaligen Schützling und konkretisierte: "Zum Beispiel im Hinblick auf sein Risiko-Management. Wann muss ich spielen oder den Ball halten? Wann soll ich den Konter nehmen und ins Dribbling gehen?"
In diesen Punkten benötige Karetsas "noch mehr Erfahrung. Die kann er mit 18 Jahren noch gar nicht haben. Das wird automatisch mit der Matchpraxis kommen", so Fink. Der 18-Jährige müsse einfach "geduldig sein. Er darf nicht denken, dass er alles schon kann und weiß."
Denn: Die Erwartungshaltung werde in Dortmund eine andere sein als noch bei Genk. Diesbezüglich warnte Fink vor zu großen Druck, der auf dem Offensivspieler lasten könnte. "Die Erwartung angesichts der Ablöse ist hoch. Ich hoffe, dass die nicht zum Problem wird. Gerade, wenn es für ihn oder den Verein vielleicht mal nicht so gut läuft."
Getty ImagesKonstantinos Karetsas zweitteuerster Neuzugang des BVB
Der BVB hatte den Transfer des zehnmaligen griechischen Nationalspielers vor knapp zwei Wochen offiziell eingetütet. In Dortmund unterzeichnete Karetsas einen Vertrag bis 2031, im Gegenzug flossen etwa 32 Millionen Euro nach Belgien.
Damit ist der 18-Jährige ein wenig günstiger als Dortmunds bisheriger Rekordtransfer Ousmane Dembele, welcher im Sommer 2016 für 35 Millionen Euro von Stade Rennes zu den Westfalen wechselte.
Bei seinem Debüt wusste der Grieche direkt zu überzeugen. Beim 3:2-Sieg im Testspiel gegen den FC Arsenal vergangenen Woche steuerte er direkt einen Treffer bei.
Nach Joane Gadou, Kaua Prates und Justin Lerma für insgesamt rund 30 Millionen Euro ist Karetsas der bereits vierte Neuzugang des BVB in diesem Sommer. Abgeschlossen sind die Transferaktivitäten der Borussia jedoch noch nicht. Auch Karetsas Landsmann Giannis Konstantelias und Joey Veerman von der PSV Eindhoven stehen unmittelbar vor einem Wechsel zu den Schwarzgelben.


