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Denis Zakaria Schweiz SwitzerlandGetty Images

Gladbach-Neuzugang Denis Zakaria: Der Pogba des kleinen Mannes


HINTERGRUND

Groß gewachsen, physisch stark, dennoch elegant. Dazu mit einer erstaunlichen Technik gesegnet, überall auf dem Platz zu finden und in der Lage, das Umschaltspiel mit einem guten Antritt und großartiger Übersicht zu umzusetzen: Ein Spielertyp, wie ihn Paul Pogba darstellt, fällt dem Zuschauer sofort ins Auge.

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"Es ist nicht einfach, ihn mit Größen der Vergangenheit zu vergleichen, doch er vereint viele Qualitäten, welche Platini und Zidane ausgezeichnet haben", schwärmte Gianluigi Buffon vergangenen Sommer über seinen Ex-Kollegen. Zwei Wochen zuvor machte ihn Manchester United zum teuersten Spieler der Fußball-Geschichte.

Der Franzose setzte in den vergangenen Jahren die Benchmark des Box-to-Box-Players und avancierte zum Vorbild vieler junger Fußballer. Lange nicht so bejubelt, aber spielerisch dennoch sehr ähnlich ist Denis Zakaria, dem neuen Mittelfeldjuwel von Borussia Mönchengladbach. "Paul Pogba, weil wir dieselbe Spielweise haben, auf derselben Position spielen und einen ähnlichen Körperbau besitzen. Er ist wirklich jemand, der mich beeinflusst hat", antwortete der 20-Jährige gegenüber Spick auf die Frage, wer denn sein größtes Idol sei.

Auch Leipzig, Liverpool und Arsenal interessiert

Einmal für den FC Barcelona zu spielen sei sein Traum, erzählt er weiter. Zunächst wird er bei Gladbach jedoch für einen Verein auf einer tieferen Etage auflaufen. "Ich habe in den Gesprächen das Vertrauen gespürt. Das ist der nächste gute Schritt für meine Karriere", zeigte er sich bei seiner Vorstellung im Borussia Park erfreut. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht unterzeichnete er schließlich an der Seite von Gladbach-Manager Max Eberl am Freitag einen Kontrakt bis 2022.

Bereits im vergangenen Sommer wurde Gladbach großes Interesse am Schweizer Nationalspieler nachgesagt. Nun setzte sich die Borussia im Werben um Zakaria also gegen die namhaften Mitbewerber durch. RB Leipzig, Liverpool, Arsenal und Tottenham sollen ebenfalls um das Mittelfeld-Juwel mitgeboten haben. Rund 13 Millionen Euro überweisen die Gladbacher auf das Konto der Young Boys Bern, wie der Blick berichtet.

Geboren und aufgewachsen ist der Sohn einer Sudanesin und eines Kongolesen 1996 in der französischen Schweiz, bei seinem Heimatverein Servette Genf unternahm er bald seine ersten fußballerischen Gehversuche. Seine Ausbildung begann der 1,91-Meter-Hüne als Stürmer, wegen seiner Zweikampf- und Kopfballstärke wurde er jedoch nach kurzer Zeit in der Abwehr eingesetzt. "Erst in der U21 rutschte er von der Innenverteidigerposition wieder nach vorne, ins zentrale Mittelfeld", wie die Gladbacher den Werdegang ihres Neuzugangs in einem Kurzportrait auf ihrer Website nachzeichnen.

Zakaria gelang sofort der Durchbruch

Für Servette absolvierte Zakaria im März 2015 sein Profi-Debüt in der Challenge League, der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz. Nach sechs Einsätzen und zwei Treffern für das Profi-Team der Genfer wechselte er im Sommer 2015 zum Top-Team Young Boys Bern. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Physis und Abgeklärtheit etablierte sich der damals 18-Jährige praktisch ohne Anpassungsprobleme auf das höhere Niveau als Stammspieler beim elfmaligen Schweizer Meister. Seine konstant starken Leistungen brachten ihm zum Ende seiner Debütsaison gar einen Platz im EM-Aufgebot der Nationalmannschaft ein. Ein Einsatz blieb dem einzigen Neuling des Kaders jedoch verwehrt.

Auch in der abgelaufenen Saison wusste der selbstbewusste Sechser mit seiner souveränen Ausstrahlung zu beeindrucken und gehörte zum Stammpersonal. In der Champions-League-Qualifikation konnten sich die Gladbacher sogar selbst aus nächster Nähe einen Eindruck von ihrem neuen Juwel verschaffen. Dort scheiterten die Young Boys jedoch relativ chancenlos gegen die Elf vom Niederrhein und mussten sich in beiden Partien geschlagen geben. Den Eindruck von Zakaria beeinträchtigte das Duell indes nicht: "Denis kennen wir schon länger. Er hat unglaublich großes Potenzial", schwärmte Max Eberl bei der Vorstellung seines Neuzugangs.

Denis Zakaria Thorgan Hazard Young Boys Bern Borussia Mönchengladbach Champrions LeagueGetty Images

Kein klassischer Dahoud-Nachfolger

Der Schweizer selbst zeigt sich ebenfalls begeistert. Vor allem die Unterstützung der Anhänger in den beiden Quali-Partien gegen seinen neuen Klub hat bei ihm bleibenden Eindruck hinterlassen: "Der Support der Borussia-Fans in Bern war unglaublich. Die Atmosphäre im Borussia-Park war ebenfalls beeindruckend."

Galatasaray: Der lahmende Löwe

Am Niederrhein trifft der 20-Jährige auf seine Landsleute Djibril Sow, Yann Sommer, Nico Elvedi und Josip Drmic. Die schweizerische Mini-Kolonie am Niederrhein wird also um ein weiteres Mitglied reicher. "Wir haben mit Schweizern immer gute Erfahrungen gemacht", weiß Eberl. Seine neuen Teamkollegen werden ihm bei der Eingewöhnung mit Sicherheit behilflich sein: "Es ist ein großer Schritt, in die Bundesliga zu wechseln. Ich möchte mir selbst beweisen, dass ich das kann."

Nach den Abgängen von Granit Xhaka zum FC Arsenal im Vorjahr und Mahmoud Dahoud in diesem Sommer gilt es für die Borussia im Zentrum ein Vakuum zu füllen. Ein direkter Nachfolger für den nach Dortmund abgewanderten soll Zakaria jedoch nicht sein: "Für uns war es nach dem Abgang von Mo Dahoud wichtig, einen sehr guten Spieler auf der Position zu verpflichten. Denis hat Robustheit, das brauchen wir. Er ist jedoch ein anderer Spielertyp als Dahoud."

Groß gewachsen, physisch stark, dennoch elegant. Gesegnet mit einer erstaunlichen Technik und überall auf dem Platz zu finden. Ein Spielertyp wie Paul Pogba.

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