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Pfiffe oder Beifall? Supercup als Stimmungstest für BVB-Rückkehrer Hummels

15:57 MESZ 02.08.19
Mats Hummels BVB 19072019
Nach drei Jahren kehrte Mats Hummels im Sommer zu Borussia Dortmund zurück. Wie wird der Innenverteidiger im Duell mit Ex-Klub FC Bayern empfangen?

HINTERGRUND

Seine erste Bewährungsprobe hat Mats Hummels bestanden. Als Neuzugang musste er im Trainingslager von Borussia Dortmund in der Schweiz traditionsgemäß seine Gesangskünste unter Beweis stellen. Bei "Jein" von Fettes Brot glänzte Hummels zwar nicht so wie als Innenverteidiger auf dem Platz, doch die Mitspieler waren zufrieden und hatten ihren Spaß.

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Der viel wichtigere Stimmungstest steht Mats Hummels im Dortmunder Fußball-Tempel am Samstag im Supercup (20.30 Uhr LIVE bei DAZN) gegen seinen Ex-Klub Bayern München aber erst noch bevor. Die spannende Frage lautet: Pfiffe oder Beifall - wie werden die BVB-Fans den Rückkehrer empfangen?

Sebastian Kehl: 90 Prozent der BVB-Fans freuen sich über Hummels-Rückkehr

Sebastian Kehl glaubt die Antwort zu kennen. "Ich gehe fest davon aus, dass Mats nicht mit Pfiffen begleitet wird. Man spürt, dass sich 90 Prozent aller Fans über den Wechsel freuen. Den einen oder anderen wird Mats mit seiner Leistung überzeugen", sagte der Lizenzspieler-Abteilungsleiter und bezeichnete Hummels "als Baustein, der uns in der letzten Saison gefehlt hat."

Von 2016 bis 2019 hatte Hummels bei den Bayern gespielt, sein Ex-Trainer Niko Kovac freut sich bereits auf das Wiedersehen. "Mats wird sich freuen, seine alten Kollegen wieder zu treffen. Er wird seine Leistung abrufen, er wird uns mit Sicherheit nichts schenken. Er will den Supercup holen wie wir auch. Ich gehe davon aus, dass es ein schönes Treffen wird", sagte Kovac am Freitag.

Thomas Delaney voll des Lobes für Mats Hummels

Bei seinen neuen Mitspielern wurde der Weltmeister von 2014 nicht nur aufgrund seines musikalischen Beitrags mit offenen Armen empfangen. "Er hat viel Ruhe in seinem Spiel. Das sieht man nicht oft. Er gewinnt fast alle Zweikämpfe und hat mit und ohne Ball viel Selbstvertrauen", stellte Thomas Delaney vor der Rückreise aus Bad Ragaz fest.

In der Schweiz schwieg der ansonsten so meinungsstarke Hummels gegenüber den Medien, dafür ging er bei den zahlreich mitgereisten Fans in die Offensive. Geduldig schrieb er Autogramme und posierte für Selfies mit den Anhängern.

Mats Hummels als BVB-Führungsspieler

Solche Aktionen erhöhen natürlich seine Sympathiewerte. Als vor drei Jahren sein Wechsel zum großen Rivalen nach München bekannt wurde, entwickelten sich die Heimspiele teils zu einem Spießrutenlauf. Doch die Mehrzahl der BVB-Anhangs dürfte froh sein, dass der Leitwolf wieder da ist.

Die Verantwortlichen sind es jedenfalls. Besonders von der großen Erfahrung des Ex-Nationalspielers, der für einen Sockelbetrag von 31 Millionen Euro vom deutschen Rekordmeister ins Revier zurückgekehrt ist, verspricht man sich viel. Hummels stehe "in erster Linie für sportliche Qualität, aber auch für Führungsqualität", betonte Sportdirektor Michael Zorc im SID-Interview.

Hummels' Ehrgeiz war schon in den ersten Wochen spürbar, auch wenn sein Auftreten laut Trainer Lucien Favre noch "diskret" gewesen sei. "Er bringt uns viel Qualität, nicht nur sportlich. Ich denke, er gibt unserem Spiel etwas, was in der vergangenen Saison ein bisschen gefehlt hat", sagte Marco Reus.

Kein Wunder also, dass er bei seinen ehemaligen Mitspielern schon vermisst wird. "Mats ist ein wunderbarer Fußballer, der bereits jetzt auf eine große Karriere zurückblicken kann. Er war unglaublich. Wir werden ihn definitiv sehr vermissen, weil er nicht nur ein großartiger Spieler, sondern auch eine Persönlichkeit ist", sagte Thiago im Interview mit Goal und SPOX. Am Samstag kommt es zumindest für 90 Minuten zu einem Wiedersehen.