Unter dem Spanier hatte Götze in der vergangenen Spielzeit bei der SGE einen schweren Stand. Der 34-Jährige verlor im Laufe der Saison seinen Stammplatz im zentralen Mittelfeld und musste sich immer wieder subtile Kritik seines Trainers gefallen lassen.
So meinte Riera unter anderem, dass Götze trotz seines Status als Führungsspieler und Weltmeister nicht tun könne, was er wolle und sich stattdessen den Entscheidungen des Coaches beugen müsse.
Darauf angesprochen erklärte Götze nun gegenüber der Bild: "Wenn er meint, dass er das so sagen muss, dann soll er es tun. Es ist aber - nennen wir es - interessant, dass er das so formuliert hat", schließlich hätte zwischen dem 34-Jährigen und Riera kaum Kommunikation stattgefunden.
"Das würde ja voraussetzen, dass wir häufiger miteinander gesprochen hätten oder uns gut kennen würden. Das war de facto aber nicht der Fall. Wenn er meint, dass er das in seiner eigenen Wahrnehmung so interpretieren muss, dann soll er es gerne tun", führte Götze aus.
Überhaupt sei die zurückliegende Spielzeit in vielerlei Hinsicht die verrückteste seiner gesamten Karriere gewesen. Die vier Monate unter Riera seien "extrem intensiv" gewesen, so der Weltmeister von 2014. "Viele Dinge sind nicht so gelaufen und aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten - für mich persönlich, für den Verein und für die Mannschaft."
Getty ImagesEintracht Frankfurt trennt sich am Saisonende von Albert Riera
Einen Groll gegen seinen ehemaligen Trainer oder Freude über dessen Entlassung hege er jedoch keineswegs: "Am Ende ist Fußball Ergebnissport. Es hat nicht funktioniert. Dementsprechend hat der Verein auch schnell und konsequent reagiert. Ich glaube, es ist trotzdem nicht der richtige Weg, die Schuld auf eine Person allein abzuwälzen. Jeder sollte seine Leistung reflektieren. Nur so kann es besser werden."
Riera hatte im Februar bei Eintracht Frankfurt die Nachfolge des zuvor entlassenen Dino Toppmöller angetreten, sammelte in seinen 14 Spielen an der Seitenlinie jedoch nur 1,21 Punkte pro Partie (vier Siege, fünf Unentschieden, fünf Niederlagen).
Nach Saisonende einigten sich der Spanier und die SGE folglich auf eine vorzeitige Trennung. Neuer Mann an der Seitenlinie der Eintracht ist Adi Hütter, der die Hessen zwischen 2018 und 2021 schon einmal betreut hatte.
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