Wie die Bild mit Bezug auf den spanischen TV-Sender 101TV aus Sevilla berichtet, sei eine Delegation von Real Betis Anfang der Woche nach Dortmund gereist, um einen Wechsel des portugiesischen Stürmers nach Spanien zu forcieren.
Demnach hätten die Klubverantwortlichen um Ramon Alarcon Rubiales und Alvaro Ladron den 24-Jährigen als "Transferziel Nummer eins" auserkoren. Allerdings würden sie ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption, die bei Erreichen bestimmter sportlicher Ziele zur Kaufpflicht wird, bevorzugen.
Dies entspreche jedoch überhaupt nicht den Vorstellungen der BVB-Entscheider um Sportdirektor Ole Book und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. Wenn Fabio Silva geht, dann offenbar nur ab einem Angebot in Höhe von 22,5 Millionen Euro. Das würde der Summe entsprechen, die der BVB für Silva erst im vergangenen Sommer an die Wolverhampton Wanderers überwiesen hatte.
Fabio Silva überzeugte beim BVB nur als Joker und kokettierte mit Abschied
Diese hohe Ausgaben rentierten sich bis dato noch nicht. Silva kam unter dubiosen Umständen in Dortmund an und fiel nach einer offenbar erst im Rahmen des Medizinchecks festgestellten Adduktoren-Operation zunächst wochenlang aus.
Erst Ende September und Anfang Oktober sammelte er erste Kurzeinsätze unter Trainer Niko Kovac und soll bereits im Winter nach nur einem Startelfeinsatz und aufgrund der Jokerrolle hinter Serhou Guirassy mit einem frühzeitigen Abschied aus Dortmund kokettiert haben.
Dem schoben die Dortmunder Verantwortlichen allerdings in aller Deutlichkeit einen Riegel vor. Die Sport Bild berichtete Anfang Dezember gar von einem Machtwort gegenüber den Beratern des Portugiesen, dass ein ein zeitnaher Abgang "völlig ausgeschlossen sei".
Nach dem Jahreswechsel lief es für Silva dann auch besser, weil Kovac ihm mit zunehmender Fitness auch mehr Chancen gab. Allerdings überzeugte Silva ausschließlich in der Jokerrolle und als Vorbereiter und nicht als Startelfspieler und Torschütze, der Guirassy im Sturmzentrum große Konkurrenz macht.
Am Ende seiner Debütsaison verbuchte Silva zehn Torbeteiligungen (drei Tore, sieben Vorlagen), acht davon als Einwechselspieler. Besonders sein Einsatz - auch in der für Kovac so wichtigen Defensivarbeit - konnte ihm aber nie abgesprochen werden.
Getty ImagesBei Abschied von Fabio Silva: Holt der BVB auch noch Tresoldi?
Angesichts der prominenten Verstärkungen in der Dortmunder Offensive in Person von Kontantinos Karetsas und Giannis Konstantelias, die wahrscheinlich auf den Halbpositionen hinter Guirassy gesetzt sein werden, sind Silvas Startelfchancen zuletzt deutlich gesunken. Neben Real Betis soll auch Real Sociedad ein Auge auf den einmaligen portugiesischen Nationalspieler geworfen haben.
Allerdings: Intern soll Silva im Verlauf der Sommervorbereitung deutlich gemacht haben, sich der Konkurrenz beim BVB stellen und sich durchsetzen zu wollen. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2030. Sollte es Silva am Ende trotz allem wegziehen, müsste der BVB noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden.
Einerseits wäre es mit Blick auf die Dreifachbelastung fahrlässig in Guirassy nur einen nominellen Zentrumsstürmer im Kader zu haben. Andererseits ist auch ein Verbleib des guineischen Topstürmers längst noch nicht absolut in Stein gemeißelt, sollte tatsächlich noch ein hochdotiertes Angebot aus Saudi-Arabien eintrudeln.
In den vergangenen Wochen und Monaten wurde der BVB mit einer Verpflichtung von Nicolo Tresoldi in Verbindung gebracht. Der deutsche U21-Nationalspieler spielte nach seinem Wechsel zu Club Brügge die beste Saison seiner Karriere und erzielte in 58 Spielen 23 Tore (neun Vorlagen). Auch in der bereits gestarteten neuen Spielzeit in Belgien stellte er schon seine Treffsicherheit unter Beweis. In bis dato drei Pflichtspielen traf der 21-Jährige dreimal.
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