Mit zwei Scorerpunkten ist Paris Brunner beim 2:1 der AS Monaco in der Conference League bei ZSKA Sofia der Matchwinner. Der 20-Jährige sorgte in Bulgarien schon in der dritten Minute für die 1:0-Führung und assistierte dann noch beim 2:0, das das ehemalige Barca-Talent Ansu Fati erzielte (43.). "Paris ist in fantastischer Form", schwärmte Monaco-Trainer Filipe Luis vom deutschen U21-Nationalspieler.
Am kommenden Wochenende wird Brunner trotzdem nicht in der Ligue 1 gegen Lorient für die Monegassen zum Einsatz kommen, denn er sitzt das zweite Spiel seiner Sperre ab: Mitte September hatte er beim 1:1 gegen Racing Straßburg seinen Treffer mit einem "Kopf-ab-Jubel" in Richtung der gegnerischen Fans gefeiert und war deshalb von der Liga für zwei Partien plus zwei weitere Begegnungen auf Bewährung gesperrt worden.
Direkt nach dem Spiel gegen Straßburg hatte Brunner in der Mixed Zone noch gesagt: "Ich würde nicht sagen, dass ich es bereue, aber das war nicht die Botschaft, die ich vermitteln wollte. Es wurde missverstanden. Was ich sagen wollte, war: 'Was für ein Tor, es ist vorbei.'" Mit einigen Wochen Abstand und angesichts der Sperre klang der 20-Jährige nun am Donnerstag in Sofia ganz anders: "Ich bereue, was ich getan habe, und ziehe daraus eine Lehre für die Zukunft", stellte er klar.
Wie verlief die Karriere von Paris Brunner bislang?
Brunner war bei Borussia Dortmund ausgebildet worden und konnte sich schließlich 2024 nicht mit dem BVB auf einen neuen Vertrag einigen. Der Klub verkaufte ihn für vier Millionen Euro an Monaco, das ihn zunächst für eine erfolglose Saison bei Cercle Brügge parkte. Erst in dieser Saison drehte der Stürmer richtig auf: Nach acht Pflichtspielen steht er bei sieben Toren und einem Assist.
Getty ImagesEinem Foot-Mercato-Bericht zufolge haben sich die Dortmunder beim Brunner-Verkauf ein sogenanntes "Matching Right" zusichern lassen, das es ihnen erlaubt, bei einem Angebot eines anderen Klubs für den Stürmer mitzuziehen und diesen damit zurückzuholen. Der Marktwert Brunners ist aufgrund seines Formhochs mittlerweile auf 15 Millionen Euro gestiegen.



