Kevin-Prince Boateng Fiorentina 2019-20Getty

Florenz-Star Kevin-Prince-Boateng will Anti-Rassismus-Organisation gründen

Ex-Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng hat verraten, dass er eine eigene Anti-Rassismus-Organisation gründen möchte. Gegenüber der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera sagte er, er habe genug von Rassismus im Fußball und wolle für das kommende Jahr ein eigenes Projekt starten und andere Spieler miteinbeziehen. 

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"Ich habe es satt", so der 32-Jährige, "die Leute verstehen nicht, wie sich Balotelli, Boateng oder Koulibaly fühlen, wenn sie nach Hause kommen."

Kevin-Prince Boateng spricht sich für Punktabzug bei Rassismusvorfällen aus

Er werde "verrückt", wenn er Kommentare höre wie "'ja und, du verdienst fünf Millionen Euro'. Das sind Narben, die man nicht loswird", so der ehemalige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund und Schalke 04. Es sei nicht ausreichend, Teile der Fans auszuschließen, "wir müssen sie sperren. Die Vereine müssen für das Verhalten ihrer Fans zahlen". Wenn es nötig sei, solle man sie mit Punktabzug bestrafen, fügte er an. 

Nach seiner Rede vor den Vereinten Nationen über Rassismus im Sport 2013, zeigt sich Boateng vom anschließenden Verhalten der Vereine enttäuscht: "Das war ein wichtiger Tag in meinem Leben. Aber was wurde danach getan, um den Trend zu stoppen?" Die Kampagne "Say no to Racism" der UEFA sei nicht genug. 

Zuletzt hatte es Rassismusvorfälle unter anderem in der Serie A gegen Brescia-Stürmer Mario Balotelli sowie in der ukrainischen Premier Liga gegen Schachtjor Donezks Taison gegeben. 

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