Der 24-Jährige hatte am Ende der zurückliegenden Spielzeit eine von Vereinsseite angestrebte Vertragsverlängerung beim SC Freiburg ausgeschlagen und stattdessen öffentlich Wechselabsichten bekundet.
Als konkrete Angebote von Klubs aus der Premier League, bei denen Atubolu dem Vernehmen nach auf der Wunschliste gestanden haben soll, jedoch ausblieben, und der SC mit Mio Backhaus von Werder Bremen bereits einen Nachfolger verpflichtet hatte, drohte dem 22-fachen deutschen U21 Nationalspieler plötzlich die Tribüne.
Die gesamte Vorbereitung verbrachte Atubolu noch in Freiburg, trainierte individuell abseits des Teams. Kurz vor Schließung des Transferfensters wurden schließlich die Gespräche mit der Eintracht konkreter. Da Frankfurt wohl die Ablöse für einen Kauf in diesem Sommer nicht stemmen konnte, kam es zum Szenario mit Leihe samt Kaufoption und möglicher Kaufpflicht.
"Es ging so schnell, dass ich gar nicht nachdenken konnte. Um ehrlich zu sein: Ich habe sehr lange auf diesen Moment gewartet. Viele Wochen waren vergangen und ich bin sehr froh nun das zu tun, was ich liebe. Nämlich auf dem Platz zu stehen und für Eintracht Frankfurt Fußball zu spielen", erklärte der Keeper nun auf einer Pressekonferenz.
Er sei nun sehr erleichtert und glücklich, bei der SGE einen Ausweg für seine verzwickte Lage gefunden zu haben. "Das ist ein geiler Verein, den ich sehr mag. Vielleicht in der Momentaufnahme der letzten Saison nicht da, wo er sein sollte. Aber ich habe richtig Bock, hier zu sein."
Getty ImagesNoah Atubolu: "Es sind Sachen passiert, die nicht gehen"
Gleichwohl betonte der 24-Jährige, dass im mittlerweile geschlossenen Transferfenster einige Dinge vorgefallen wären, mit denen er persönlich überhaupt nicht einverstanden sei. Ins Detail ging Atubolu nicht, zwischen den Zeilen konnte man jedoch seine Frustration über nicht gehaltene Versprechen und Absprachen heraushören.
"Es ist viel passiert nach dem Europa-League-Finale. Vor dem Spiel gegen Union habe ich acht Wochen nicht mehr gespielt. Es ist kein Geheimnis, dass die Sachen, die über den Sommer so passiert sind, nicht so genussvoll waren", so Atobolu. "Ich habe das Beste daraus gemacht. Es war nicht immer alles top und es war auch keine einfache Zeit. Es sind Sachen passiert, die nicht gehen. Um das einmal so zu beschreiben."
Bei der Frankfurter Eintracht feierte er am vergangenen Wochenende beim 3:3-Remis gegen Union Berlin sein Debüt. Für die kommende Spielzeit ist er beim Team von Coach Adi Hüther als klare Nummer eins eingeplant.

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