Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann über Joachim Löw: "Er gewinnt jetzt wieder drei Spiele, dann ist er wieder der Größte"

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Julian Nagelsmann übt Kritik am Niveau der WM 2018 in Russland. Zudem ist er mit der Bewertung im Trainergeschäft nicht so ganz einverstanden.

Julian Nagelsmann hat die Schnelllebigkeit bei der Bewertung von Trainern bekrittelt. Im Winter hatte Nagelsmann in der Kritik gestanden, ehe er die TSG Hoffenheim mit einem starken Schlussspurt auf Platz drei und in die Champions League führte.

"Wenn man erfolgreich ist, finden einen alle toll. Wenn man nicht erfolgreich ist, ist man der größte Depp. Jetzt bin ich gerade wieder ein bisschen toller. Aber wenn wir drei Spiele verlieren, bin ich wieder der größte Depp", sagte Nagelsmann, der ab Sommer 2019 RB Leipzig trainieren wird, der Bild.

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Er vergleicht seine eigene Situation mit der von Bundestrainer Joachim Löw, der 2014 für den Gewinn des WM-Titels gefeiert und nun für das Vorrunden-Aus bei der WM in Russland verantwortlich gemacht wurde. "So wird’s beim Jogi auch wieder sein. Der gewinnt jetzt wieder drei Spiele, dann ist er wieder der Größte", sagte Nagelsmann.

Nagelsmann kritisiert fußballerisches Niveau bei der WM

Vom fußballerischen Niveau bei der WM ist er enttäuscht: "Ich habe nicht viele Spiele gesehen, aber die ich gesehen habe, waren wenig fesselnd." Einzig Belgien und Kroatien hätten ihn zeitweise überzeugt. "Dieses Schöngeistige, was ich mit einer WM verbunden habe", hätte er jedoch generell vermisst.

Prinzipiell habe Nagelsmann wenige Neuerungen erkannt: "Fast alle haben 4-2-3-1 oder 4-4-2 gespielt. Da war jetzt nicht wirklich Neues dabei. Es ist halt die Frage, ob man immer einen neuen Trend sehen muss? Ich glaube nicht! Man kann auch mit alt bewährten Dingen vielleicht ein bisschen was attraktiver machen."

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