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Tottenham Hotspur v Everton - Premier League 2026/27Getty Images Sport

Immer noch kein Tor! Fans verlieren die Geduld mit Tottenham Hotspur.

Der Geduldsfaden bei den Anhängern der Tottenham Hotspur wird merklich dünner. Unüberhörbar waren die Buhrufe für die Spurs nach dem 0:0 am Samstagabend gegen den FC Everton.

Die Enttäuschung ist nachvollziehbar. Man hat über 350 Millionen Euro in neue Spieler investiert und schafft es anschließend, erstmals in der Klubgeschichte an den ersten vier Spieltagen nicht ein einziges Tor zu erzielen.

"Ich dachte, Tottenham würde in dieser Saison Probleme haben, aber nicht beim Toreschießen", sagte Jamie Redknapp, früher selbst im Mittelfeld bei den Spurs aktiv. "Mit Spielern wie Solanke, Marmoush, Maddison sollte man meinen, dass sie irgendwie ein Tor erzielen könnten. In sechs Stunden Fußball kein einziges Tor in der Premier League zu schießen, ist für Tottenham absolut katastrophal."

Redknapp erwähnte noch 100-Millionen-Euro-Mann Sandro Tonali, der vom zentralen, defensiven Mittelfeld aus das Spiel dirigieren soll. Ergänzend muss man noch Flügelstürmer Savio nennen, der für fast 90 Millionen Euro von Manchester City kam und eigentlich eine Offensive beleben sollte.

Was sagen Experten zu Tottenhams Absturz?

Doch bislang sind die Spurs erschreckend harmlos. Mit dem Remis gegen die noch ungeschlagenen Toffees holte man immerhin den zweiten Punkt. Dem gegenüber stehen zwei Niederlagen und damit Platz 17 in der Premier League.

"Das ist eins der teuersten Puzzles im Fußball überhaupt - und es ist, als hätte man die Schachtel geöffnet und es würden zwei Teile fehlen", sagte Redknapp. "Das muss für Roberto de Zerbi unglaublich frustrierend sein. Man sieht, dass er verschiedene Dinge ausprobiert. Er bringt Einwechselspieler ins Spiel, rotiert die Spieler auf verschiedene Positionen, aber nichts funktioniert, und das muss für einen Trainer unglaublich frustrierend sein."

Der Italiener De Zerbi ist seit dem 31. März dieses Jahres Trainer der Spurs. Es gelang ihm, den kriselnden Traditionsklub zu stabilisieren und mit elf Punkten aus sieben Spielen den Klassenerhalt knapp vor West Ham United sicherzustellen.

Tottenham Hotspur v Everton - Premier League 2026/27Getty Images

Roberto De Zerbi verweist auf Neuaufbau

Auf der Pressekonferenz am Samstagabend bewertete De Zerbi die aktuelle Situation nicht als schwierig. Die heiße Phase im Abstiegskampf sei "tough" gewesen, meint der 47-Jährige. Die Situation sei aber "nicht alltäglich, sondern eine Folge davon, wenn man eine Mannschaft neu aufbaut und erst spät beginnt."

De Zerbi verwies darauf, dass Neuzugänge wie Omar Marmoush oder Savio (beide von Manchester City) erst spät zum Team gestoßen seien. Auch Verletzungsprobleme wie etwa von Dominic Solanke hätten dafür gesorgt, dass die Mannschaft nicht in der besten Verfassung sei.

Mit der Entscheidungsfindung seiner Spieler war der 47-Jährige im Spiel gegen Everton dennoch überhaupt nicht zufrieden. "Wir müssen mehr schießen. Wir sind 74-mal in den Strafraum gekommen, haben aber keine Chancen herausgespielt, die unserer Spielqualität entsprochen hätten", so De Zerbi.

Angesprochen auf die Reaktion der Fans, die deutlich vernehmbaren Buhrufe im Tottenham Hotspur Stadium, wich der Italiener aus. "Es tut mir leid für unsere Fans. Sie waren großartig, vor allem zu Beginn des Spiels."

Für die Spurs geht es schon am Dienstag weiter mit einem schweren Gastspiel beim FC Liverpool. Am kommenden Wochenende kommt dann mit Aston Villa ein anderes Krisenteam nach London zum Premier-League-Kellerduell.

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