Trainer Vincent Kompany wollte auf der Pressekonferenz des FC Bayern München eigentlich nichts zu einem möglichen Gespräch mit Bundestrainer Jürgen Klopp sagen - und äußerte sich dann doch.
Auf die Frage, ob er wie Borussia Dortmunds Coach Niko Kovac bereits mit Klopp telefoniert habe, grinste Kompany zunächst und sagte: "Ich werde nichts verraten."
Dann holte er erneut aus, so dass man dachte, er habe es sich nun doch anders überlegt. Doch der Belgier erklärte nur noch: "Also wenn ... ja ... nein. Es ging hauptsächlich um Dortmund für mich, das wissen Sie."
Kompany beließ es schließlich bei allgemeinen Äußerungen zum neuen Bundestrainer und führte aus, er sehe dem geplanten Austausch mit Klopp positiv entgegen. "Ich kenne Jürgen Klopp schon lange Zeit aus England und ich freue mich auf diese Zusammenarbeit. Wir haben sehr viele Jahre in allerhöchster Konkurrenz gegeneinander gearbeitet oder gespielt. Großer Respekt für Jürgen. Irgendwann werden wir uns auf jeden Fall sehr offen und sehr gerne miteinander austauschen", sagte er vor dem Franz-Beckenbauer-Supercup am Samstag (20.30 Uhr) beim BVB.
Getty ImagesThema Klopp: Kovac äußerte sich konkreter als Kompany
Klopp hatte sein Amt am 15. August offiziell angetreten. Beim Prestigeduell am Samstag wird der frühere BVB-Coach in seiner neuen Funktion als Bundestrainer erstmals öffentlich auftreten.
Am Donnerstag hatte bereits Dortmunds Trainer Niko Kovac von einem Telefonat mit Klopp gesprochen. "Es ist klar, dass wir zusammenarbeiten werden. Denn Jürgen ist sicherlich abhängig auch von uns, von den Bundesliga-Klubs, von den Bundesliga-Trainern. Er wird die Informationen bekommen, die er braucht, um letzten Endes seine Entscheidung zu treffen", sagte Kovac im Vorfeld des Gesprächs.
Klopp hatte bei seinem Amtsantritt verraten, dass er für die kommenden Wochen schon einige Gesprächstermine mit Bundesligatrainern vereinbart habe. Denn der Nachfolger von Julian Nagelsmann ist sich bewusst, dass er auf die Arbeit in den Vereinen angewiesen ist. Er wolle deshalb "ein gutes Verhältnis schaffen". Dadurch wolle er auch hinbekommen, "dass die Nationalmannschaft ein Mehrwert für die Spieler ist".



