Der frühere TV-Kommentator Marcel Reif hat Joshua Kimmich, dem Star des FC Bayern München und DFB-Kapitän, vorgeworfen, unter dem "Helfer-Syndrom" zu leiden. Das sagte der 76-Jährige der Bild-Zeitung. Anlass waren die beiden Auftritte des Mittelfeldspielers in den Nations-League-Duellen gegen die Niederlande und Griechenland - sowie das 2:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien am Donnerstag, bei dem Kimmich fehlte.
"Das ist einer, der hat dieses Helfer-Syndrom. Auf dem Platz und auch draußen", sagte Reif und meinte Kimmich. "Es gab mal Zeiten, da ist der herumgerannt wie ein Brummkreisel – überall, weil er alles lösen wollte, was weder bei den Bayern noch in der Nationalmannschaft wirklich hilfreich war", ergänzte er und machte deutlich, dass er dies als Kritik verstanden wissen wollte.
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen die Niederlande und dem 0:1 gegen Griechenland verzichtete der neue Bundestrainer Jürgen Klopp auf Kimmich, der gegen Serbien auf der Sechs von Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof ersetzt wurde. Kimmich selbst hatte bei Klopp "ein-, zwei, drei-, fünf-, zehnmal" darum gebeten, doch mitspielen zu dürfen, wie der Coach vor dem Nations-League-Duell bestätigte, aber Klopp blieb bei seiner Entscheidung.
Warum hat Jürgen Klopp Kimmich nicht spielen lassen?
Der Trainer wollte testen, wie die Mannschaft auftritt, wenn ein wichtiger Spieler wie Kimmich einmal fehlen sollte. "Der Fußball muss konstant bleiben. Die Aufstellung kann es nicht, hauptsächlich, weil Spieler sich verletzen", erklärte er nach dem Serbien-Spiel.
Der 31-jährige Kimmich hatte 2024 die Kapitänsbinde im DFB-Team von Ilkay Gündogan übernommen. Der Mittelfeldspieler debütierte im Mai 2016 für Deutschlands A-Nationalmannschaft und kommt seitdem auf 116 Länderspiele (10 Tore).





