"Nach allem, was ich in den letzten Jahren durchgemacht habe, habe ich beschlossen, dass NIEMALS WIEDER andere meine Zukunft für mich bestimmen werde", ließ Richarlison über seine Social-Media-Kanäle wissen.
Er habe "in letzter Zeit viel Schlimmes erlebt - und fast alles davon geschah aufgrund von Entscheidungen anderer Menschen. Druck, Drohungen, Vergeltungsmaßnahmen - nichts davon macht mir Angst. Ich habe schon Schlimmeres durchgemacht, glaubt mir."
Richarlison war im Sommer 2022 für 58 Millionen Euro Ablöse von den Toffees zu den Spurs gewechselt, hatte dort aber immer wieder mit Verletzungen und Formschwächen zu kämpfen. Richtig angekommen ist der 29-Jährige in den vier Jahren nie. Die Spurs forcierten derweil in diesem Sommer einen radikalen Neubeginn.
Tottenham Hotspur mit unglaublicher Transfer-Offensive nach Beinahe-Abstieg
Für über 200 Millionen Euro holte sich Tottenham mit Sandro Tonali und Mateus Fernandes eine neue Schaltzentrale im Mittelfeld. In der Offensive kamen Savinho (88 Millionen) und Omar Marmoush (Leihe mit Kaufoption) von Manchester City. Außerdem wird sich auch der 20 Monate lang gesperrte Mykhaylo Mudryk noch den Spurs anschließen.
Nachdem Richarlison beim desaströsen Saisonauftakt in Brentford (0:3) noch 68 Minuten spielen durfte, stand er bei der 0:2-Pleite gegen Newcastle am vergangenen Wochenende schon nicht mehr im Kader. Ein klares Indiz für einen Abgang, den sich der Brasilianer auch selbst nun in aller Deutlichkeit wünschte.
Er sei schon vorher nur geblieben, weil "sie mich brauchten, als hier alles auseinanderfiel", behauptete Richarlison und nahm damit wohl Bezug auf die katastrophale Vorsaison, an deren Ende die Spurs beinahe abgestiegen wären. "Deshalb hoffe ich, dass ihr meine Situation mit demselben Respekt behandelt, den ich immer für die Spurs und für alle Menschen hatte, die in dieser Zeit mit mir zusammengearbeitet haben. Entscheidet einfach nicht für mich."
Wegen Manchester City? Wechsel von Richarlison wohl geplatzt
Gleichzeitig untermauerte er noch einmal seinen Wunsch, nach Liverpool zu Everton zurückkehren zu wollen - "meinem Lieblingsverein". Allerdings ließ der 29-Jährige auch wissen, dass sich das Unterfangen mittlerweile schwierig gestalte. "Die Verhandlungen liefen nicht so, wie es sich die Leute gewünscht hatten, und so wird es nun auch nicht mehr laufen. Trotz dieser Turbulenzen habe ich einen Vertrag bei den Spurs und stehe dem Verein weiterhin zur Verfügung."
Hintergrund: Die Spurs wollten sich ihrerseits bei den Toffees bedienen und mit der Verpflichtung von Offensivspieler liman Ndiaye einen weiteren großen Transfer tätigen. Die Tür für eine Richarlison-Rückkehr schien somit offen zu stehen. Während die Toffees 70 Millionen Euro für Ndiaye fordern sollen, sollte Richarlison den Spurs laut The Athletic noch 40 Millionen Euro einbringen. Ein Tauschgeschäft, bei dem Tottenham noch draufzahlt, schien nicht unwahrscheinlich.
Doch nun kommt es wohl anders: Manchester City soll in den Transferpoker um Ndiaye eingestiegen sein und sich mit Everton in fortgeschrittenen Gesprächen befinden. Sogar eine Einigung über 75 Millionen Euro sei bereits getroffen worden.
Auch deshalb richtete sich der Blick bei den Spurs nun auf Mudryk vom FC Chelsea - und Richarlison könnte am Ende der große Verlierer der Transferorchaden werden.
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