Wie Sky berichtet, bestehe mittlerweile eine vollständige Einigung zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt über eine Leihe von Atubolu mit anschließender Kaufpflicht. Im kommenden Sommer muss die SGE demnach 13 Millionen Euro an den Sport-Club überweisen. Der 24-Jährige soll schon in Frankfurt weilen und den Medizincheck absolvieren.
Damit nimmt ein wahres Transfer-Drama für Atubolu und die Breisgauer doch noch ein versöhnliches Ende. Atubolu hatte angetrieben von seiner dubiosen Berater-Agentur Epic Sports im vergangenen Mai einen Wechselwunsch beim SCF hinterlegt und eine Vertragsverlängerung abgelehnt, um sich seinen Traum von der Premier League schon in diesem Sommer zu erfüllen.
Seine Berater hatten ihm damals suggeriert, bei zahlreichen Top-Klubs - darunter auch der BVB - als heißer Kandidat zu gelten, sollte die jeweilige Nummer eins den Verein verlassen. Doch dazu kam es etwa bei Aston Villa oder eben Dortmund bekanntermaßen nie. Weil Freiburg nach dem von Atubolu geäußerten Wechselwunsch sofort tätig wurde und Mio Backhaus für eine Rekordsumme von zwölf Millionen Euro von Werder Bremen loseiste, stand der deutsche Schlussmann plötzlich vor einem großen Problem.
Eintracht Frankfurt bietet Atubolu plötzlich einen Ausweg aus seinem persönlichen Drama
In Freiburg drohte ihm für den Rest der Saison die Tribüne, attraktive und ernsthafte Angebote gab es dem Vernehmen nach nicht. Zwar sollen die Premier-League-Aufsteiger Hull City und Coventry durchaus Interesse gezeigt haben, stießen damit jedoch bei Atubolu offenbar auf wenig Gegenliebe. Dann schien sich ein Wechsel zu Olympique Marseille zu konkretisieren, ehe die Eintracht nach dem 0:7-Debakel im Testspiel gegen Brentford Mitte August bei Atubolu durchklingelte und den 22-maligen deutschen U21-Nationalspieler zum Wunschspieler deklarierte.
Hintergrund: Trainer Adi Hütter wollte nach dem Testspiel-Desaster, bei dem die eigentliche Nummer eins Kaua Santos erneut patzte, weder mit dem Brasilianer noch mit dessen Vertreter Michael Zetterer als Stammtorhüter in die neue Saison gehen. Atubolu zog derweil bei seiner Berater-Agentur die Reißleine und trennte sich von Epic Sports, während er die Eintracht fortan laut kicker als "stabilste Alternative" zu seinen völlig in die Hose gegangenen Ambitionen von der Premier League sah.
Getty ImagesNoah Atubolu drängt langfristig ins DFB-Tor
Um letzte finanzielle Weichen für den Deal zu stellen, verlängerte Atubolu erst in dieser Woche seinen 2027 auslaufenden Vertrag in Freiburg doch noch, damit sich die Bundesligisten auf ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufpflicht einigen konnten.
Bei der Eintracht wird er nun zwar nicht international spielen, sich aber als klare Nummer eins weiter für eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen können. Das war vor ihm im Trikot der Hessen schon Kevin Trapp gelungen, der dank starker Leistungen in Frankfurt bis 2023 regelmäßig im Kreise des DFB-Teams weilte.
Die Eintracht wird nun in den kommenden Tagen alles daran setzen, noch einen Torhüter loszuwerden. Bei Zetterer erscheint dies mittlerweile ein durchaus wahrscheinliches Szenario zu sein. Der 31-Jährige soll, anders als von seinem Berater zuletzt suggeriert, vor einem Wechsel zu Leeds United stehen. Der SGE winkt dem Vernehmen nach eine Ablöse in Höhe von fünf Millionen Euro - also exakt die Summe, die die Eintracht vor einem Jahr an Werder Bremen überwiesen hatte.





