Borussia Mönchengladbach weilte vergangene Woche in Rom und war im Vatikanstaat auch zur privaten Papst-Audienz geladen. Flügelflitzer Ibrahima Traore postete anschließend ein Bild auf Twitter, wo er Franziskus die Hand schüttelt: "Er ist der Papst und ich bin Muslim! Wir sind Menschen, Respekt."
Im Interview mit der Bild sprach der 29-Jährige nun über die Begegnung mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche, die für ihn "eine ganz besondere Erfahrung war", die er aber fast nicht gemacht hätte. "Ich bin ein paar Tage vor der Einladung zu Max Eberl gegangen und habe ihm gesagt, dass ich nicht mitfahren werde - weil ich Moslem bin."
Dass er aber dennoch in Rom mit dabei war, hatte er seiner Mutter zu verdanken. "Ich habe meine Mama gefragt, ob das schlimm ist, als Moslem zum Papst zu fahren", erklärte er. "Sie hat mir gesagt, dass es eine einmalige Chance ist, so einen Menschen zu treffen – und ich es unbedingt machen soll."
Eine Entscheidung, die er im Nachhinein keinesfalls bereut. "Ich war sehr froh, dass ich es getan habe. Der Besuch hat mich als Mensch weitergebracht. Weil ich dadurch viel über mich gelernt habe", bekräftigt Traore. "Ich rede oft über Toleranz und darüber, dass sich Muslime besser integrieren müssen. Aber ich war im ersten Moment auch nicht bereit, den ersten Schritt zu machen."
"Man kann im Kopf viele Ideen haben. Aber wenn es um dich selbst geht, bist du nicht bereit, es zu machen. Und das ist ein großer Fehler!"



