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Schalke 04: Schneider nimmt Nübel in Schutz, Tönnies zwischen Rücktritt oder Pause? Alle News und Gerüchte zu S04

10:46 MESZ 05.08.19
Clemens Tönnies Schalke 04 2019
Nach seinen rassistischen Äußerungen könnte S04-Klub-Boss Tönnies eine Pause einlegen. Alle News und Gerüchte zu Schalke 04.

Nach den rassistischen Äußerungen von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies ist bei Schalke 04 noch keine Ruhe eingekehrt. Neben zahlreichen Politikern und Prominenten hat sich nun auch Gerald Asamoah als früheres Opfer von Rassismus zur Rede des Klub-Boss geäußert.

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Der Teammanager der Schalker U23 zeigte sich dabei von seinem jahrelangen Begleiter schockiert. Derweil könnte der Eklat für Tönnies gravierende Folgen haben. Noch am heutigen Montag soll sich der Unternehmer angeblich dem Schalker Ehrenrat stellen. Dabei steht neben einem Rücktritt auch eine temporäre Pause im Raum.

Indes äußerte sich Sportvorstand Jochen Schneider zum anhaltenden Vertragspoker mit Torwart Alexander Nübel. Dabei nahm der 48-Jährige den jungen Keeper in Schutz und gab Versäumnisse von S04 zu.

Der FC Schalke 04 am Montag: Alle wichtigen News und Transfergerüchte rund um S04 erfahrt Ihr hier.

Die S04-News der vergangenen Tage: 


Schalke 04: Clemens Tönnies zwischen Rücktritt oder Pause?


Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies steht bei Schalke 04 nach seinen rassistischen Äußerungen möglicherweise vor einer Pause. Wie der kicker berichtet, könnte der S04-Boss seinen Posten zumindest für eine gewisse Zeit abgeben und sich zurückziehen. Wie genau das allerdings umgesetzt werden würde, ließ das Fachmagazin unerwähnt. Auch über einen Rücktritt des Schweinefleischproduzenten wurde zuletzt spekuliert.

Der jüdische Kongress hat derweil einen Rücktritt Tönnies' gefordert. "Wer solche Vorurteile hegt und in aller Öffentlichkeit rassistisches Gedankengut verbreitet, der ist für verantwortliche Positionen im Spitzensport nicht geeignet", teilte Geschäftsführer Maram Stern der Bild mit.

Der Schalke-Chef solle "schleunigst seinen Hut nehmen und von seinem Amt zurücktreten", regte Stern an. Die DFB-Ethikkommission wird ab dem 15. August ebenfalls einschreiten und eine Gerichtsbarkeit prüfen. DFL-Präsident Reinhard Rauball meinte: "Ich war sehr überrascht, dass ihm das so passiert ist, und das kann man nicht durchgehen lassen, kommentarlos."


Schalke-Vorstand Jochen Schneider: "Nübel war ganz lange bereit, seinen Vertrag auf Schalke zu verlängern"


Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider hat Torwart Alexander Nübel im Bezug auf seine ausstehende Vertragsverlängerung in Schutz genommen und dabei Fehler des Vereins offengelegt. Der Bild-Zeitung sagte der Ex-Leipziger: "Dem Jungen kann man keinen Vorwurf machen."

Weiter erklärte Schneider, dass es vor allem an Schalke liegt, dass Nübel seinen 2020 auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert hat. "Er war ganz lange bereit, seinen Vertrag auf Schalke zu verlängern. Der Verein hat es in der letzten Saison nicht getan – aus welchen Gründen auch immer", so der 48-Jährige und führte fort: "Das ist kein Vorwurf an irgendjemanden, sondern die Realität."

Nübel wechselte 2015 vom SC Paderborn nach Schalke und etablierte sich in der vergangenen als Stammtorhüter der Königsblauen. Sollte der U21-Nationalspieler seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern, könnte er Schalke im nächsten Jahr ablösefrei verlassen. Als Interessenten werden unter anderem der BVB, der FC Bayern und Atletico Madrid gehandelt.


Schalke 04: Clemens Tönnies am Montag vor den Ehrenrat?


Der FC Schalke 04 wird Clemens Tönnies nach seinen Aussagen vor den Ehrenrat zitieren. Die Bild berichtet, dass das Treffen am Montag stattfinden wird, während der kicker schlicht von der "ersten Wochenhälfte" spricht.

Der Ehrenrat könnte Tönnies theoretisch sogar von seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender entbinden. Zuständig sind Prof. Dr. Klaus Bernsmann (Leiter des Lehrstuhls für Straf- und Prozessrecht an der Ruhr-Universität Bochum), Götz Bock (Richter am Hessischen Finanzgericht), Hans-Joachim Dohm (Evangelischer Pfarrer, im Ruhestand), Bernhard Terhorst (Steuerberater) und Kornelia Toporzysek (Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf).


Nach Tönnies-Eklat: Gerald Asamoah von Schalke 04 "geschockt und verletzt"


Der frühere Schalker Bundesliga-Profi Gerald Asamoah (40) hat mit Bestürzung auf die rassistischen Aussagen von Clemens Tönnies reagiert. "Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Ich arbeite schon lange mit Clemens Tönnies zusammen und wir sind auch schon lange eng befreundet. Mir gegenüber hat er sich nie rassistisch verhalten. Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt", schrieb der 43-malige Nationalspieler bei Instagram.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Ich arbeite schon lange mit Clemens Tönnies zusammen und wir sind auch schon lange eng befreundet. Mir gegenüber hat er sich nie rassistisch verhalten. Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt. Klar ist, dass es nicht in Ordnung ist und es sich nicht gehört. Er beleidigt mich und alle anderen Betroffenen. Das können wir nicht dulden. Er hat mich persönlich angerufen und sich für sein Verhalten entschuldigt, nichts desto trotz werden wir uns zeitnah zusammensetzen, denn so etwas darf nicht passieren (!!) und es ist traurig, dass wir 2019 immer noch über so etwas sprechen müssen.

Ein Beitrag geteilt von Gerald Asamoah (@gerald.asamoah) am Aug 4, 2019 um 8:59 PDT

Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender der Königsblauen, hatte am Donnerstag bei der Festveranstaltung zum "Tag des Handwerks" in Paderborn eine Rede zum Thema "Unternehmertum mit Verantwortung - Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung" gehalten. Der Schalke-Boss empfahl dabei die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte laut der Zeitung Neue Westfälische: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."


Bericht: Schalke 04 ist Favorit auf Wamangituka-Transfer


Der FC Schalke zeigt offenbar großes Interesse an Sturmtalent Silas Wamangituka vom französischen Zweitligisten FC Paris. Wie Le10Sport und Le Parisien berichten, sollen die Königsblauen ein Angebot in Höhe von rund fünf Millionen Euro für den Angreifer abgegeben haben.

Demnach sei neben S04 auch Stade Rennes an den Diensten des Kongolesen interessiert, jedoch habe Schalke die höhere Offerte hinterlegt und sei demnach der Favorit auf einen Transfer. 

Der 19-Jährige glänzte in der vergangenen Saison mit elf Toren sowie zwei Assists in der Ligue 2. Sein Vertrag beim FC Paris läuft 2021 aus.


Freitag und Schenk kritisieren Tönnies nach rassistischem Afrika-Spruch


Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, hat den Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies nach dessen rassistischer Entgleisung scharf kritisiert und weitere Konsequenzen gefordert. "Dass so etwas von jemandem artikuliert wird, der eine herausgehobene Position im Sport innehat, macht die Sache umso schlimmer. Die am folgenden Tag veröffentlichte Klarstellung durch Herrn Tönnies kann den gesellschaftspolitischen Schaden sicher nicht wettmachen", sagte die SPD-Politikerin der Welt am Sonntag.

Sylvia Schenk von Transparency International erklärte: "So etwas rutscht einem bei einer offiziellen Rede nicht einfach heraus, da steckt eine hochproblematische Einstellung dahinter." Auch die 67 Jahre alte Juristin forderte Tönnies zum Handeln auf. "Da ist tätige Reue mit deutlichen Signalen in Richtung Afrikanern nötig, um wirklich einen Geisteswandel unter Beweis zu stellen", sagte Schenk der WamS.


David Wagner: Rudy-Abgang reißt kein großes Loch



Schalke 04: Alexander Nübel ist neuer Kapitän


Torhüter Alexander Nübel ist neuer Kapitän des Bundesligisten FC Schalke 04. Dies teilte der Klub am Samstagmittag offiziell mit. Nübel folgt auf Verteidiger Benjamin Stambouli, der das Amt während der Vorsaison von Ralf Fährmann übernommen hatte. Stambouli und Mittelfeldspieler Omar Mascarell sind die beiden Stellvertreter Nübels.

"Das sind die drei Jungs, die die Gruppe führen. Ich sehe unsere Mannschaft in sehr guten Händen", erklärte Trainer David Wagner: "Sozialkompetenz, sportliche Anerkennung und Erfahrung in diesem Verein" seien wichtige Faktoren für seine Entscheidung gewesen.

Zwei weitere Akteure sollen nun noch von ihren Mitspielern in den fünfköpfigen Mannschaftsrat gewählt werden. Dies werde "in den nächsten Tagen" passieren, so Wagner.