Einigen dürfte es vorkommen wie ein Deja-vu. Wie im vergangenen Sommer haben sich die Verantwortlichen des FC Bayern München mit der Verpflichtung eines Ersatzmanns für Robert Lewandowski beschäftigt, wie 2016 haben sie sich schlussendlich dagegen entschieden.
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"Wir sind uns mit dem Trainer einig, dass wir im Sturm nichts machen wollen. Das macht keinen Sinn. Robert macht pro Jahr 90 bis 95 Prozent aller Spiele", erklärte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag vor dem Abflug des Münchner Trosses gen China. Zudem sei Thomas Müller eine "echte Alternative" zu Lewandowski. "Ich möchte daran erinnern, dass die deutsche Nationalmannschaft auf dieser Position mit Thomas immerhin Weltmeister geworden ist", so Rummenigge weiter. Einerseits ist die Entscheidung plausibel, andererseits aber auch riskant.
Nun ist es so, dass Lewandowski de facto wirklich fast immer fit, dass sein Stammplatz längst zementiert ist. Seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zum FCB stand er tatsächlich in genau 95 Prozent aller Pflichtspiele auf dem Rasen. Genau dieser Umstand macht die Suche nach einem potenziellen Backup ja so kompliziert. Mister X müsste besser sein, als es Thomas Müller im Sturm ist, gleichzeitig aber damit leben, in der Regel auf der Bank zu sitzen.
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Gleichzeitig, und das ist die große Gefahr, kann niemand garantieren, dass sich Lewandowski nicht doch mal verletzt, womöglich sogar längerfristig. In diesem Fall hätten die Münchner ein Riesenproblem.
Den endgültigen Beweis dafür lieferte das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid im April, als den Bayern die nötige Durchschlagskraft fehlte. Ein Spielertyp, der in der Lage ist, Gegenspieler zu binden und Freiräume zu schaffen. Der physisch gegen wuchtige Abwehrhünen wie Sergio Ramos dagegenhalten, der Bälle auch mit dem Rücken zum Tor behaupten kann.
Es ist klar, dass ein passender Spieler schwierig zu finden ist, dass er den Klub womöglich für wenige Einsätze viel Geld kosten würde. Die entscheidende Frage lautet doch: Kann sich der FC Bayern einen Verzicht auf eine solche Absicherung leisten?



