Der BVB soll sich weiterhin mit einer Verpflichtung von Fisnik Asllani beschäftigen. Das berichtet die Bild. Trotz der bereits getätigten kostspieligen Offensiv-Transfers von Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias, die zusammen knapp 60 Millionen Euro verschlungen, und trotz des nicht bestandenen Medizinchecks von Asllani bei RB Leipzig, habe man den 24 Jahre alten Angreifer "weiter auf dem Schirm". Dortmund wird seit Monaten mal mehr, mal weniger konkret mit einem Asllani-Transfer in Verbindung gebracht.
Auch die neu eingeführte Bedingung für einen Dortmunder Transfer, der zufolge alle Entscheider - von Ole Book über Lars Ricken bis zu Trainer Niko Kovac - zunächst ihren Daumen heben müssen, sei erfüllt. Besonders Sportdirektor Book sei seit den gemeinsamen Elversberger Zeiten von Asllanis Qualitäten absolut überzeugt.
Asllani selbst soll einem Wechsel nach Dortmund weiterhin alles andere als abgeneigt sein, heißt es in dem Bericht. Es gibt allerdings zwei große Haken. Der erste ist finanzieller Natur.
BVB: Attraktive Ausstiegsklausel bei Asllani ist ausgelaufen
Die Ausstiegsklausel in Asllanis Vertrag für den laufenden Transfersommer, die dem Vernehmen nach zwischen 25 und 29 Millionen Euro lag, ist mittlerweile abgelaufen. RB Leipzig hatte sich dieser Klausel bedienen wollen, nach der medizinischen Untersuchung aber Bedenken geäußert und den Wechsel platzen lassen. Nun kann die TSG Hoffenheim bei Asllani (Vertrag bis 2029) die Ablöse in potenziellen Verhandlungen wieder frei verhandeln. Ein Nachteil für den BVB.
Den Schwarzgelben könnte laut Bild ein besonderes Transfermodell vorschweben: Eine Leihe mit anschließender Kaufpflicht, die dann womöglich höher ist, als die abgelaufene Ausstiegsklausel, um den Kraichgauern einen solchen Deal schmackhaft zu machen.
BVB-Star Fabio Silva vor dem Abgang? Noch gibt es keinen Handlungsbedarf
Der zweite Haken: Eigentlich hat der BVB aktuell keinen Bedarf für noch einen Offensivspieler. Das Duo um Serhou Guirassy und Fabio Silva für die Neunerposition steht. Doch besonders Silva wurde jüngst abermals mit einem Abgang nach nur einer Saison in Verbindung gebracht. Real Betis aus der spanischen LaLiga soll den Portugiesen als absoluten Wunschspieler auserkoren haben. Zuletzt sorgte Silva für Aufsehen, indem er alle Bilder von sich mit BVB-Bezug aus seinem Instagram-Profil löschte.
In seiner Debütsaison überzeugte der 24-Jährige im Dortmunder Trikot lediglich in der Jokerrolle und als Vorbereiter, nicht aber als treffsicherer Stürmer oder ernsthafter Guirassy-Ersatz in der Startelf. Sollte Real Betis dem BVB die 22,5 Millionen Euro bieten, die der BVB im vergangene Sommer an die Wolverhampton Wanderers überwiesen hatte, scheint ein Blitz-Abgang nicht unwahrscheinlich zu sein.
Dann wiederum hätten die Dortmunder ein frisches Transfer-Budget und doch noch akuten Handlungsbedarf. Einerseits ist das Risiko zu groß, nur mit Guirassy als gelernten Stürmer in eine Saison mit Dreifachbelastung zu gehen, andererseits ist auch ein Verbleib des Guineers noch nicht zu hundert Prozent garantiert, sollte ein verführerisches Last-Minute-Angebot aus Saudi-Arabien eintrudeln, heißt es bei der Bild.
Getty ImagesBVB-Boss Ricken: "Vielleicht passiert noch was"
"Wir haben unsere Aufgaben erstmal gemacht und die Abgänge sinnvoll aufgefangen. Jetzt sind wir in einer Situation am 20. August, dass wir den Markt beobachten können. Es muss nichts mehr passieren, vielleicht passiert noch was. Wir sind da vorbereitet, vielleicht gibt es nochmal spannende Möglichkeiten für uns", sagte Ricken auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden Supercup gegen den FC Bayern über den Status der Dortmunder Transferplanungen.
Zudem betonte er angesprochen auf die Abwanderungsgerüchte um Silva und auch Marcel Sabitzer: "Es gibt an keinen Spieler eine Ansage, dass er gehen muss oder sich einen anderen Verein suchen soll. Ich wäre alles andere als unglücklich, wenn wir mit diesem Kader in die Saison gehen würden."
In Hoffenheim plane man indes nach dem geplatzten Leipzig-Wechsel fest damit, dass Asllani in der kommenden Saison für die Kraichgauer aufläuft. Nachdem er von einer äußerst erfolgreichen Leihe in Elversberg (37 Spiele, 19 Tore, 10 Vorlagen) nach Hoffenheim zurückgekehrt war, ging sein Stern auch in der Bundesliga auf. In seiner ersten Saison für die TSG erzielte Asllani in 35 Pflichtspielen elf Tore und bereite zehn Treffer vor.
Zuletzt soll auch Juventus Turin seine Fühler nach dem kosovarischen Nationalspieler ausgestreckt haben.
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